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Strandspaziergang auf Sylt

Dass ich die Insel liebe, habe ich  hier ja schon mal erwähnt. In diesem Jahr waren wir erstmalig zum Biikebrennen auf Sylt.Sylt Handy9

Der 21. Februar ist für die Insulaner so etwas, wie ihr Nationalfeiertag. Die lang gepflegte Tradition der Biikefeuer ist vermutlich keltischen Ursprunges. Später dienten sie den Frauen der Walfänger, am Petritag, als Abschiedsgruss an ihre ausfahrenden Männer. Die Feuer entlang der Inseln und Küste sollte ihnen sicheres Geleit symbolisieren. Bösartigen Gerüchten zu folge, haben die Insulanerinnen den männlichen dänischen Nachbarn mit den Feuerzeichen signalisiert, dass sie nun wieder alleine auf ihren Höfen sein werden. Egal, wie alt und welchen Ursprung das Biikebrennen wirklich hat, seit Dezember 2014 gehört es zum Kulturerbe der UNESCO.
Insulaner und Gäste treffen sich an festgelegten Punkten mit den s.g Biike Fackeln und laufen gemeinsam durch die Dünen Richtung Feuerplatz. Dort angekommen erschallt der Ruf „Tjen di Biiki ön“ (zünde die Biike an) und der mühsam, von Dorfjugend und Feuerwehr aufgetürmten Scheiterhaufen, geht in Flammen auf. Keine Biike ohne die Sylter Hymne „Üüs Söl’ring Lön„. Wer dabei nur Bahnhof versteht, braucht sich nicht schämen. Sölring oder Sylterfriesisch ist eine ganz eigene Sprache und hat auch mit dem Friesischen Plattdeutsch nicht viel gemein. Verliert die Biike ihre Feuerkraft, verteilen sich die Menschen in alle Winde und genießen in ihren Lieblingslokalen und Restaurants zünftigen Grünkohl mit Schweinebacke, Kochwurst und Bratkartoffeln. Ohne Reservierung, geht da übrigens nichts. An diesem Wochenende ist nämlich noch mal Hauptsaison, bevor Sylt bis Ostern wieder zurück in den Winterschlaf sinkt.
Leider hatten wir wenig Glück mit dem Wetter. Es war sehr wechselhaft und windig. Darum kann ich euch leider vom Feuer keine Fotos zeigen. Dafür entschädigte uns die Sonne am Sonntag und machte uns so den Abschied besonders schwer. Wir haben die Schönwetterlücke genutzt und sind vor unserer Abreise noch kurz zum Ellenbogen gefahren. Für ein paar Fotos hat es gereicht und so zeige ich dir meinen Reisedress und ein paar Handyfotos vom Strandspaziergang 😉Sylt Handy1

Ich bin ganz verliebt in diesen Cadigan im Kimono Stil von Yoek. Den wollte ich schon lange mal zeigen. Hier verbindet sich meine Leidenschaft für Strickjacken, Ponchos und Capes in nur einem Teil. Bei Navabi ist er übrigens gerade im Sale zu haben. Zusammen mit meiner Lieblings PU Hose die ich auch bei Navabi gefunden habe. Ich mag die Applikationen. Damit sticht sie in der Masse dieser Hosen einfach hervor. Auch meiner Statement Kette von Zara werde ich einfach nicht überdrüssig.

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Cardigan: Yoek; Pullover: Bonprix; Hose:Navabi

Tasche und Sonnenbrille: Louis Vuitton; Schuhe: Tamaris; Armband: Tiffany&Co.; Ring: &other StoriesSylt Handy4

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Mantel: Sportalm; Gummistiefel: Hunter; Tuch und Sonnenbrille: Louis Vuitton

Wie ist es mit Dir? Hast du auch so einen besonderen Flecken Erde, der dir am Herzen liegt? Ich würde mich freuen, wenn du mir in den Kommentaren davon erzählst.

 

Novemberglück statt Herbstblues

Ich bin ein Wintermuffel! Diese „muffeligkeit“ fängt meistens schon mit den Wetterumschwüngen im Herbst an. Meine Haut entwickelt sich zu einer zickigen Diva, mir ist ständig kalt, Schals sind nicht mehr ein „Kann“- sondern ein „Muss“-Accessoire und meine wunderschönen, korallfarbenen Nagellacke passen nicht mehr zu meiner, der Stimmung angepassten eher gedeckten Garderobe. Den Rest gibt mir dann die Zeitumstellung und das florale Massensterben in unserem Garten.

Katha hat auf ihrem Blog zu einer Novemberblues Selbsthilfegruppe aufgerufen. Die Idee, sein Novemberglück zu teilen, gefällt mir so gut, das ich gerne mit mache und ihr somit auch meinen 1. Blogpost widme. Leider liegt mein PC im sterben und so ist das erstellen meines Blogs gerade etwas zäh. Ich hoffe ihr habt ein Nachsehen bezüglich des Designs, bis ich digital wieder völlig auf der Höhe bin. Aber was nutzt ein Post über November Glück im Dezember?!

Es zeugt von einer positiven Lebenseinstellung immer die guten Seiten in den Vordergrund zu rücken. Der äußerst günstige Mehrwert dieser Betrachtungsweise ist; man gibt den negativen Dingen weniger Raum. Negativität fressen Seele auf. Das ist eine Binsenweisheit und doch so schwer zu verhindern wenn man, so wie ich, bekennender Pessimist ist. Die „Halbvoll Nummer“ fällt mir tendenziell eher schwer. Also, sehe ich diesen Post einfach als kleine Therapie in positiv minding. So fügt es sich, dass ich diesen November tatsächlich außerordentlich viel Grund habe glücklich zu sein. Mein Mann hat mir nämlich gleich zwei lang gehegte Herzens Wünsche erfüllt:

www.rolandmichels.de/

copyright Roland Michels

Der 1. Wunsch war ein Aufenthalt im Budersand Hotel, in Hörnum auf Sylt. Bisher sind wir immer in kleinen, lauschigen Hotels in Keitum abgestiegen. Vom Budersand träume ich aber schon, seitdem ich weiß, dass sie dort Badewannen mit Meerblick haben. Baden bedeutet für mich die Seele baumeln lassen, den Alltag los lassen, tief entspannen. Außerdem liebe ich das Meer, nichts bringt mich so schnell runter, wie ein Spaziergang am Meer. Wahlweise kann ich stundenlang einfach nur da sitzen, es sehen, hören und riechen. Im Budersand kommt beides zusammen. Paradiesisch!   Wanne           Schlüsselloch Das sanfte einschlafen, begleitet von Meeresrauschen (wenn mein Mann nicht gerade schneller einschläft und sein schnarchen alles übertönt gg) und das geweckt werden, durch die Magie eines Sonnenaufganges, gibt es „gratis“ on Top.Sonnenaufgang2   Fischer   Sonnenaufgang Wir fahren bereits seit Jahren regelmäßig nach Sylt. Uns verbindet viel mit dieser Insel. Nach dem wir unsere Beziehung nach einem 1. gemeinsamen Sylt Wochenende offiziell gemacht haben, waren wir sehr konsequent. So haben wir uns am Rantumer Strand verlobt und schließlich sogar im Keitumer Heimatmuseum geheiratet.

Schon beachtlich, wenn ich an meine vorurteilsüberladene Reaktion zurück denke, als mein Mann mir damals, kurz nach unserem Kennen lernen, ein gemeinsames Sylt Wochenende vorschlug. Die Klischees, die ich in der Schublade hatte, haben sich durch aus bestätigt. Die Insel ist mondän, mit allem was das an Auswüchsen mit sich bringt. Ich finde aber, dass Sylt so viel mehr zu bieten hat als das. Nordseewasser, so klar, das man die Krebse am Meeresgrund laufen sehen kann. Die Landschaft ist wie aus dem Bilderbuch und zwar zu allen Jahreszeiten und Wetterlagen. Das Essen ist meistens von überragender Qualität, sogar in den kleinen Imbissen, die sich von Geheimtipps zu unseren Ever-Greens gemausert haben. Versucht es selber, u.a. im Bistro von Fisch-Fiete in Keitum oder  in der Burger Bude von Ivo & Co. in Wenningstedt.

Sylt 1 Wir hatten wahnsinniges Glück mit dem Wetter! „Indian Summer“ in Nordfriesland, wenn du so willst. Außerdem wurden wir im Hotel wunderbar umsorgt; das Frühstück war phantastisch! Vor allem das perfekte Bircher Müsli und die riesige Auswahl an frisch gepressten Säften und wunderbaren, frisch gebackenen Broten haben es mir angetan. So konnte ich noch mal richtig auftanken, bevor ich mich einkuscheln und dem Novemberblues hemmungslos hin geben werde.

Die zweite Riesen Überraschung ist ein Hermès Gürtel, mit der charakteristischen H Schließe. Für mich gehört dieser Gürtel, gemeinsam mit dem Burberry Trench (von dem ich weiterhin träume) und dem Louis Vuitton Monogramm, zu den Ikonen zeitloser, puristischer Eleganz. Irgendwie spießig und doch so erlesen. Das sind luxuriöse Key Pieces, bei denen ich mir sicher bin, dass ich sie auch in 20 Jahren hervor holen und lieben werde. Für mich ist das in unserer Schnelllebigen Zeit, ein wunderbarer Kontrast zur Wegwerf Mode, die sich rasanter wandelt, als die Hipster sich neu erfinden können. Hermes Hermes1 Hermes3

 

Außerdem habe ich das 1. Mal in meinem Leben mehr gewonnen als nur Erfahrung 😉 Ich habe nämlich auf einem meiner Lieblingsblogs, bei den Fabforties an einem Gewinnspiel teilgenommen. Irit verloste  dort bezaubernde L’Occitane Adventskalender, die leider online bereits ausverkauft sind. Dazu werde ich definitiv noch einen gesonderten Post veröffentlichen. Möglicherweise werde ich den Beitrag dann täglich aktualisieren. Ein everyday Adventskalender unboxing.

Zusammen mit all den vielen Kleinigkeiten, die ich oft nicht mehr so gewichte, wie sie es verdient hätten, habe ich unter dem Strich so viel Grund Novemberglück zu empfinden. Ich bin Katha ganz Dankbar für ihre Idee. Während ich das hier schreibe, trinke ich die 1. heiße Zitrone der Saison und schmunzel in mich hinein. Das macht warm im Bauch und im Herzen.

Was macht euch in diesen Tagen Glücklich?? Wenn ihr auch Lust habt, euer Glück zu teilen freue ich mich über Kommentare!