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Behind the Scenes mit Studio Untold

Was geht dir durch den Kopf, wenn du an Modeshootings denkst? Ich z.B assoziiere gerne mal die Klischees der Germanys Topmodel Sendung. Zickige Models, genervte Make up Artists, die versuchen die Wünsche des Kunden im Gesicht der Models zu realisieren und Photografen, die ihre Motive nicht mehr als Menschen wahrnehmen, sondern versuchen sie als Kunstobjekte zu arrangieren. Der Rest ist Retusche und die Wahrheit liegt irgendwie dazwischen. Das wir als Betrachter, kaum eine Chance haben, daraus den Rest Realität zu filtern, ist eine Binsenweisheit. Darum war ich ganz begeistert, als mich Verena von Studio Untold gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte, ein Shooting für den neuen Studio Untold Magalog zu begleiten. Gerne möchte ich dich heute mit hinter die Kulissen nehmen und dir einen kleinen Eindruck vermitteln, wie ein Mode Shooting so aussehen kann.Studio Shoot24 - 1

Eins kann ich dir vorweg verraten…..Das Klischee mit dem zickigen Model werde ich dir nicht bestätigen. Mit Carina Behrens hat Studio Untold nämlich das Model verpflichtet, das mich schon auf der „Curvy“ als das Gesicht der Marke überzeugen konnte. Ich habe mich sehr gefreut, sie auf diesem Wege wieder zu sehen. Auch an diesem Tag bestach sie mit ihrer natürlichen Ausstrahlung und ihrer wunderbar, entspannten Art.Studio Shoot36 - 1

Abgelichtet wurden Auszüge aus der aktuellen Sommer Kollektion. Die ausgewählten Outfits sollen, deine Lust auf den Sommer wecken. Auf meinem Breitengrad lässt der sich allerdings noch arg bitten. Vielleicht auch ein Grund, warum das Team von Studio Untold sich für dieses Shooting von der lässigen Streetwear der Amerikanischen Strände hat inspirieren lassen?!

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Schließe mal kurz deine Augen und denke an LA und Venice Beach. Stelle dir vor, du schlenderst über den Ocean Front Walk, beobachtest die Jungs mit den aufgepumpten Muskeln, lässt dir von einer „Gitana“ verschwörerisch deine Zukunft aus der Hand lesen oder hörst einfach einem Straßenmusiker zu, der auf seiner schlecht gestimmten Gitarre Lieder von Jack Johnson singt. Na? Wird es warm auf deiner Haut? Kannst du es riechen? Den Pazifik oder den Geruch der Churros, die ein Straßenhändler dort vorne an seinem kleinen Stand verkauft? Träumen ist ausdrücklich erwünscht.

Zugegeben, die Location war an diesem Tag nicht ganz so sonnig, wie es das Motto eigentlich verlangen würde.Studio Shoot30 - 1

Dafür gab es statt Churros den legendären Dangaster Rhabarberkuchen. Dangast dieses kleines Künstlerdorf am Jadebusen mit den zwei Gesichtern. Zum einen verbreitet es mit dem alten Kurhaus, und der dort ausgestellten Kunst einen besonderen Flair. Es wirkt so, als sei hier die Zeit ein wenig stehen geblieben. Der Geist des Malers Franz Radziwill, der hier lange lebte, ist immer noch spürbar. Zum anderen findet man den, an diesem Teil der Nordseeküste so typischen Tourismus, rund um Campingplatz, Frittenbude und Strandkorb. Ein harter, aber interessanter Kontrast mit besonderem Charme.

Als ich dazu kam, war das Team schon fleißig bei der Arbeit und das erste Outfit bereits im Kasten. Was mir sofort aufgefallen ist. Keine Spur von Stress, alle waren entspannt und der Umgangston war sehr familiär. Als Fitting Room und mobiles Studio diente ein übergroßer Transporter. Er beherbergte die gesamte Ausrüstung vom Make up über die Outfit bis hin zum Photo Equipment.Studio Shoot - 1 (1)

Isabelle, die Make up Artistin, drapierte gerade die Haare von Carina neu und schien dabei voll in ihrem Element. Mit geübter Hand wurde hier und da nachgepudert, konturiert und etwas Bräune auf Carinas Beine gezaubert. Hinten im Transporter ließ Verena die Bügel klappern, um den nächsten Look zusammen zu stellen. Was passt wozu und wo ist überhaupt das Holo Armband, das muss doch mit auf´s Foto?

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Der heimliche Star des Teams ist unangefochten „Pepe“ der Flamingo. Mittlerweile ist das Plastikmaskottchen ein festes Mitglied der Studio Untold Familie.  Ist es Zufall oder eine Hommage, das man ihn auf einem Sweater der aktuellen Kollektion findet?!

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Stephan Tournée, der Fotograf, stellte sich ebenfalls als sehr entspannter Mensch heraus, dem es mit wenigen, Worten gelang, Carina ins rechte Licht zu rücken. Humor stand während der ganzen Zeit immer an vorderster Front, wichtig wenn Arbeit Spaß machen soll. Schließlich läuft ja nicht immer alles, sofort wie das sprichwörtlich „geschnitten Brot“. Lichtverhältnisse nicht optimal, Motiv und Hintergrund doch nicht so toll, Menschen mit kreischbunten Klamotten kreuzen im falschen Moment das Bild und wo ist eigentlich das Blouson, das unbedingt mit in den Magalog sollte?!Studio Shoot1 - 1 (1)

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Gefühlt war es für alle Beteiligten ein entspanntes Arbeiten. Ich fand es wunderbar zu erleben, wie respektvoll und locker, Menschen in einer als sehr oberflächlich geltenden Branche miteinander umgehen können. Da wurde selbstverständlich mit angepackt auch wenn es nichts mit den eigentlichen Jobprofil zu tun hatte. So machte Isa nicht nur das Make up, sondern wurde Kurzerhand zur Lichtassistentin ernannt. Stephan kümmerte sich neben seiner Kamera selbstlos 😉 um die Deko für den nächsten Shoot und Carina war sich nie zu Schade auch mal Teile der Ausrüstung zum Set zu tragen.

Studio Shoot1 - 1Auch unbeteiligte Blogger, wurden unkompliziert mit eingebunden. Studio Shoot2 - 1

Für meinen persönlichen Geschmack hätte Studio Untold übrigens ruhig etwas mutiger in die Trendkiste greifen dürfen. Mir fehlte die Anlehnung an die aktuellen Trends. Zum Thema hätten ein toller Hippie Look genau so gut gepasst, wie ein paar mutige Boho Teile. Auch die Rückkehr der Military Jacken, hätte dem Thema gut getan. Für mich ist genau das, ein leidiges Thema. Ich gucke mir in der Instyle oder anderen Magazinen Hochglanz Fotos der neusten Trends an, werde auf Blogs förmlich damit Bombardiert, was das Fashion Victim aktuell zu tragen hat und finde dann diese Teile im Ü42 Segment einfach nicht. Schlimmer noch, wenn ich meiner Leidenschaft für Schlaghosen dann erst 2 Saisons später frönen soll oder Modetrends bis an die Grenze der Langweiligkeit abgemildert werden. Mein Wunsch wäre, das Studio Untold auf die Dauer genau diese Lücke schließen würde. Gespannt erwarte ich schon auf die Ergebnisse der Blogger Kooperation. Hast du Interesse an dem Projekt? Dann kannst du z.B bei Lisa Mosh oder Ela von Conquore mehr darüber lesen.

Mein Fazit? Ich bleibe bei meiner Einschätzung von der „Curvy“, das hier ein Team, gemeinsam mit viel Spaß an der Arbeit eine junge Marke voran bringen möchte. Angefangen mit einem Model, das sich voll und ganz mit dem Brand identifizieren kann. Dazu ein Fotograf, der genau das unaufgeregt eingefangen hat. Eine Make up Artistin, die Carinas Natürlichkeit unterstrichen hat, ohne sie bis zur Unkenntlichkeit zu verändern und mit Verena, eine Produktmanagerin, der ich den Stolz auf „ihre“ Marke in jedem Moment anmerken konnte. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse und freue mich sie im neuen Magalog sichten zu können, der ab dem 29. Juni zu haben ist.

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Vielen Dank, dass ich mal einen Tag schnuppern kommen durfte. Ich wünsche den Menschen hinter Studio Untold weiterhin viel Erfolg und das richtige Händchen für die kommenden Trends. Der Marke wünsche ich, das viele Frauen sie für sich entdecken werden. Mädels, ihr wollt tragbare Mode im Plus Size Segment? Bitte, greift zu. Studio Shoot20 - 1

Wenn du jetzt noch mehr Lust auf Mode von Studio Untold hast, schaue dir die nachfolgenden Bilder an oder sichte im Internet die komplette Kollektion. Dort kannst du auch den aktuellen Magalog bestellen. Studio Shoot14 - 1

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Schön, das du bist zum Ende dabei geblieben bist. Dir scheint die Mode von Studio Untold also zu gefallen?!

Dann freut es mich um so mehr, das Studio Untold mir drei Comic T-Shirts zu Verfügung gestellt hat, die ich gerne unter meinen Leserinnen verlosen möchte.PicMonkey Collage

Bitte schreibe mir dafür in die Kommentare, welcher Studio Untold Look dir warum am besten gefällt.  Außerdem solltest du Studio Untold einmal auf Facebook besuchen und die Seite liken, wenn dir die Inhalte gefallen. Persönlich würde ich mich freuen, wenn du deine Freude am Gewinn auch auf Instagram oder Facebook teilen würdest. Das ist allerdings kein Muss.

Bitte hinterlasse mir unbedingt eine korrekte e-mail Adresse, so das ich dich im Gewinnfall unkompliziert erreichen kann.

Damit alles mit rechten Dingen zugeht, wird mein kleiner Sohn der Glückself sein und ich werde die Verlosung entsprechend dokumentieren.

Das Gewinnspiel läuft bis zum 07. Juli 2015 23:59 Uhr. Ich werde die Gewinnerin anschließend per Mail anschreiben und bitte dann innerhalb von 24 Stunden um eine Rückantwort mit deiner Versandadresse und deiner Größe. Deine persönlichen Daten werden selbstverständlich nicht weiter gegeben. Solltest du dich innerhalb dieser Zeit nicht melden, lose ich erneut. Der Gewinn kann in keiner Form umgewandelt werden. Es gibt kein Anrecht auf irgendetwas.

Du solltest über 18 Jahre alt sein oder die Erlaubnis zur Teilnahme bei deinen Erziehungsberechtigten einholen. Teilnehmen können alle Leser(innen) innerhalb der EU.

Für die Transparenz möchte ich darauf hinweisen, dass ich für diesen Post keine Bezahlung oder Geldwerte Vorteile erhalten habe. Die T-Shirts für das Gewinnspiel wurden mir ohne Bedingungen zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

Ein modischer Vokuhila?!

Mantamatte, Nackenspoiler oder Vokuhila…..gibt es hier jemand der sich erinnern möchte? 😉 Für mich gehört diese Herrenfrisur neben Dauerwelle, Schulterpolstern, Puffärmeln und Karottenhosen, zu den eher verdrängungswürdigeren Entgleisungen der 80er Jahre.

Wie gut das Studio Untold sich meinem Trauma 😉 angenommen hat und mit diesem Shirt zeigt, dass „vorne kurz hinten lang“ auch modisch sein kann. Ich hatte das Shirt auf der Curvy bereits auf dem Laufsteg bewundert. Ich mochte die Kombi mit Gürtel und der kurzen Hose sehr und werde das sicher im Sommer auch mal so tragen.Studio Untold5

Jetzt zum Übergang habe ich aber lieber eine Jeans gewählt und das Shirt einfach in den Bund gesteckt. Es ist sehr bequem und trotzdem ein lässiger Hingucker. Untold2

Die Hose stammt aus der Maite Kelly Kollektion von Bonprix. Ich hatte sie völlig verdrängt und mich gefreut, sie in meinem Schrank quasi wieder zu entdecken. Während des Shootings ist mir allerdings wieder eingefallen, warum ich sie nicht anziehe. Die Reißverschlüsse! Sie gehen an meinen Bon Prix Jeans ständig wie von Geisterhand auf. Das nervt. Liebes Bon Prix Team, ich zahle gerne ein paar Euro mehr, wenn ihr eure Reißverschlüsse verbessert. Das Hantieren mit Sicherheitsnadeln ist sicher nicht im Sinne des Erfinders 😉

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Ich werde ja nicht müde zu betonen, das ich keine Animal Prints mag. Jedenfalls mag ich es bisher nicht an mir. In die Reptilien Optik der Cinque High Top Sneakers habe ich mich aber Schock verliebt. Eine langsame Annäherung an das Thema findet bei mir als von Toe to Head statt 😉

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Die Celine Knot Bag habe ich von Sylt mitgebracht. Ich liebe sie auf Grund ihrer vielseitigen Optik und der Farbe. Außerdem ist die Lederqualtiät ein wahrer Traum. In Zeiten in denen auch High End Brands gerne ihre Margen verbessern, in dem sie mäßigere Qualitäten zu hören Preisen verkaufen, kann ich Celine nur empfehlen.

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Vokuhila Shirt: Studio Untold

Jeans: Bon Prix

Gürtel: Hermès

Schuhe: CINQUE

Tasche: Celine

Kette: H&M

Ringe: Mango

Armreifen: Mango

Wie ist es mit Dir? Hast du Erinnerungen an die 80er? Welche Epoche hat dich am meisten geprägt und hast du auch das ein oder andere modische Trauma? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Strandspaziergang auf Sylt

Dass ich die Insel liebe, habe ich  hier ja schon mal erwähnt. In diesem Jahr waren wir erstmalig zum Biikebrennen auf Sylt.Sylt Handy9

Der 21. Februar ist für die Insulaner so etwas, wie ihr Nationalfeiertag. Die lang gepflegte Tradition der Biikefeuer ist vermutlich keltischen Ursprunges. Später dienten sie den Frauen der Walfänger, am Petritag, als Abschiedsgruss an ihre ausfahrenden Männer. Die Feuer entlang der Inseln und Küste sollte ihnen sicheres Geleit symbolisieren. Bösartigen Gerüchten zu folge, haben die Insulanerinnen den männlichen dänischen Nachbarn mit den Feuerzeichen signalisiert, dass sie nun wieder alleine auf ihren Höfen sein werden. Egal, wie alt und welchen Ursprung das Biikebrennen wirklich hat, seit Dezember 2014 gehört es zum Kulturerbe der UNESCO.
Insulaner und Gäste treffen sich an festgelegten Punkten mit den s.g Biike Fackeln und laufen gemeinsam durch die Dünen Richtung Feuerplatz. Dort angekommen erschallt der Ruf „Tjen di Biiki ön“ (zünde die Biike an) und der mühsam, von Dorfjugend und Feuerwehr aufgetürmten Scheiterhaufen, geht in Flammen auf. Keine Biike ohne die Sylter Hymne „Üüs Söl’ring Lön„. Wer dabei nur Bahnhof versteht, braucht sich nicht schämen. Sölring oder Sylterfriesisch ist eine ganz eigene Sprache und hat auch mit dem Friesischen Plattdeutsch nicht viel gemein. Verliert die Biike ihre Feuerkraft, verteilen sich die Menschen in alle Winde und genießen in ihren Lieblingslokalen und Restaurants zünftigen Grünkohl mit Schweinebacke, Kochwurst und Bratkartoffeln. Ohne Reservierung, geht da übrigens nichts. An diesem Wochenende ist nämlich noch mal Hauptsaison, bevor Sylt bis Ostern wieder zurück in den Winterschlaf sinkt.
Leider hatten wir wenig Glück mit dem Wetter. Es war sehr wechselhaft und windig. Darum kann ich euch leider vom Feuer keine Fotos zeigen. Dafür entschädigte uns die Sonne am Sonntag und machte uns so den Abschied besonders schwer. Wir haben die Schönwetterlücke genutzt und sind vor unserer Abreise noch kurz zum Ellenbogen gefahren. Für ein paar Fotos hat es gereicht und so zeige ich dir meinen Reisedress und ein paar Handyfotos vom Strandspaziergang 😉Sylt Handy1

Ich bin ganz verliebt in diesen Cadigan im Kimono Stil von Yoek. Den wollte ich schon lange mal zeigen. Hier verbindet sich meine Leidenschaft für Strickjacken, Ponchos und Capes in nur einem Teil. Bei Navabi ist er übrigens gerade im Sale zu haben. Zusammen mit meiner Lieblings PU Hose die ich auch bei Navabi gefunden habe. Ich mag die Applikationen. Damit sticht sie in der Masse dieser Hosen einfach hervor. Auch meiner Statement Kette von Zara werde ich einfach nicht überdrüssig.

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Cardigan: Yoek; Pullover: Bonprix; Hose:Navabi

Tasche und Sonnenbrille: Louis Vuitton; Schuhe: Tamaris; Armband: Tiffany&Co.; Ring: &other StoriesSylt Handy4

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Mantel: Sportalm; Gummistiefel: Hunter; Tuch und Sonnenbrille: Louis Vuitton

Wie ist es mit Dir? Hast du auch so einen besonderen Flecken Erde, der dir am Herzen liegt? Ich würde mich freuen, wenn du mir in den Kommentaren davon erzählst.

 

Bye Bye Tristesse mit German Curves

Bye Bye Tristesse – Willkommen Frühling lautet das zweite Motto der German Curves Initiative. Ich freue mich wieder ein Teil dieser großartigen Aktion sein zu dürfen. Auch wenn ich auf Grund der Großwetterlage immer noch im Wintermodus bin, macht mir das wunderbare, gelbe Blusenshirt, das ich mir im Zuge der Curvy is Sexy Messe bei Yoek aussuchen durfte, einfach gute Laune. Die Farbe trifft absolut meinen Geschmack. Das fließende Material ist toll und ich mag den Oversize Schnitt, der Dank der Nähte nicht Sackartig runter hängt. In der Bewegung schwingt es wunderschön glockig mit.

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Die Nähte sind gebleicht. Ich mag diesen used Look im Kontrast zu der sehr feinen Ware. Dazu habe ich eine weiße Jeans von Emilia Lay gewählt.

Die weiße Hose hat eine besondere Bewandtnis. Kürzlich musste ich unter einem Facebook Foto von der bezaubernden Marisa Irina einen unschönen Kommentar lesen. Auf dem Foto präsentiert sie im Zuge der Plus Size Fashion Days eine weiße Hose von Gräf. Eine Schreiberin kommentierte das Bild sehr direkt und eher uncharmant. Ich bevorzuge in der Regel einen direkten Ton. In diesem Fall hat es mich aber sehr nachdenklich gestimmt. Es vielen Sätze wie Zitat: Sorry! Mit dem Fahrgestell sind weiße Hosen ein absolutes no go…oder Stil hat damit zu tun, dass man reflektiert, was man sich selbst und anderen optisch zumutet.

Was bedeutet das? Ist es wirklich eine Zumutung, nur weil eine Frau jenseits der 36 eine weiße Hose anzieht? Wir reden hier schließlich nicht von Halbtransparenten Leggins die keinen Platz für Spekulationen mehr lassen 😉 Wer also hat entschieden, dass weiße Hosen ab 36 nicht tragbar sind? Wer hat bestimmt, dass künstlich geschaffene Makellosigkeit das Maß ist, an dem wir, von Natur aus unperfekten Menschen uns messen lassen müssen?

Was soll ich tun? Mich verstecken, weil mein Hintern dick ist? Wem trete ich eigentlich, warum zu nahe, wenn ich das nicht tue?gelb4

Warum haben fremde Menschen (seltsamerweise sind es öfter Frauen), das Bedürfnis über andere Frauen derart negativ zu urteilen? Sind wir Frauen überhaupt je richtig? Apropos Zumutung. Schlimmer als jede transparente Leggins 😉 empfinde ich die Art und Weise, wie manche Mitmenschen ungefragt anderen ihre negative Meinung zumuten, nur weil sie einen anderen Geschmack oder einen anderen Lifestyle pflegen.

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Wer hinterfragt eigentlich den Ursprung seiner eigenen Sehgewohnheiten? Warum finden wir schön, was wir schön finden? Finden wir etwas attraktiv oder begehrenswert, weil es gerade bestimmte Vorbilder so vorleben? Welchen Einfluss haben „die Anderen“ und ihre Meinung auf unser eigenes Schönheitsideal? Kommen wir je richtig bei uns an, wenn wir nie abschließend mit uns zufrieden sein können? Schließlich ist Makellosigkeit ein Mythos und der Mensch lässt sich im echten Leben nur bedingt retuschieren. Fragt man 10 Leute nach ihrer Meinung oder ihrem individuellem Geschmack, bekommt man mit unter 10 unterschiedliche Antworten. Wer hat dann Recht?gelb18

Warum zum Teufel, darf nicht jede Frau auf ihre eigenen Art und nach ihrem eigenen Ideal schön sein? Warum bleiben wir mit unserer Meinung nicht einfach mal nur bei uns? Ich mag Frauen und ihre Körper. Ich mag schlanke, modische Frauen, ich mag aber auch modische, dicke Frauen. Mir ist es egal, welche Größe sie trägt, so lange sie ihren individuellen Look mit Seele und Leben füllt. Es ist schließlich ihr Look und nicht meiner.

Ist die Kleidergröße wirklich das Maß der Dinge? Ich glaube nicht! Es bleibt jedem überlassen was er schön findet. Der eigene Geschmack ist aber nach meinem Dafürhalten kein Maßstab den ich ungefragt an andere anlegen sollte. gelb11

Es gibt derzeit von der Kirche eine tolle Aktion zur Fastenzeit: 7 Wochen ohne runtermachen. Du bis schön!

Versuch das mal. Achte bewusst darauf, wie oft du dich selber im Alltag runter machst. Vielleicht weil dir etwas nicht gelingt, oder du gerade den Knopf deiner Jeans nicht zubekommst. Achte mal drauf, wie oft du andere verurteilst, nur weil sich ihr Lifestyle nicht mit deinem deckt. Wie oft benutzt du dabei irgendwelche Glaubenssätze, die vielleicht nicht mal deine eigenen sind? Bei sich bleiben ist ein ziemlich schwieriges Unterfangen. Sich eine Meinung über andere zu bilden ist leicht, man geht nicht in ihren Schuhen. Das lässt Raum für Spekulationen, Interpretationen und der Pflege von Vorurteilen.  Bei sich anzukommen, sich selber, auf gesunde Art und Weise zu reflektieren, ohne sich oder andere abzuwerten ist so viel schwieriger. Meiner Meinung nach macht aber genau diese Fähigkeit besonders schön, innerlich und äußerlich. In diesem Sinne, wünsche ich Dir einen wunderschönen Frühling und ganz viel Selbstliebe.

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 Das Blusenshirt wurde mir von Yoek kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an Sanne und dem Team für euren Support.

Hose: Emilia Ley  (die Firma hat sich vom Markt verabschiedet); Tasche und Schuhe: Zara; Nagellack, Armreif und Ringe: &other Stories; Halsring: H&M

Übrigens….von wegen Frühling. Meine Schleppchen haben das Shooting nicht überlebt 😉

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Besuche unbedingt auch die anderen Mädels auf ihren Blogs:  

Adia sneak peek

Heute zeige ich dir meine persönlichen Highlights der brandneuen, zweiten Adia Kollektion, frisch aus dem Show Room. Für diese Kollektion war eine andere Designerin federführend und ich finde, das sieht man den Entwürfen auch an.

Die komplette zweite Kollektion, hat für meinem Geschmack, mehr Aussagekraft. Damit gelingt es Adia, ihren Marketing Sätzen „Casual trifft auf raw und stylisch“ oder „cool und feminin“, Leben einzuhauchen.

Wie schon beim ersten Adia Post ersichtlich, hat meine Kamera die Farben verschluckt und es war nicht besser zu retten. Keine Idee, was schief gelaufen ist. Ich denke, die Fotos lohnen sich als kleinen Vorgeschmack trotzdem. Ich will gar nicht lange drum herum schreiben. Mach dir ein eigenes Bild und lass mich in den Kommentaren wissen, wie dir die Kollektion gefällt. Los gehts!

Neben vielen Basics in tollen Qualitäten, finden sich im zweiten Sortiment richtige tolle Highlights, die das Potential haben, zu Lieblingstücken zu avancieren.Adia neu 1

Pudertöne als Farbakzente, dafür bin ich immer zu haben. Ich liebe diese tollen Blusen, mit den schönen Stickereien und Häkel Details. Mich erinnert das an die 20-30 er Jahre und an Art déco was man mit „verzierende Künste“ übersetzen kann. Meine Affinität zu dem Stil dieser Epoche, lässt mich vermuten, dass  tief in mir ein Flapper Girl versteckt ist 😉

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Die Volants muten ebenfalls sehr „Roaring Twenties“ an. Für mich hätte es das sehr gerne auch in Puder geben dürfen.

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Schau dir diese Hose an! Für mich, ist sie ein absolutes Herzstück. Die Beschichtung sieht in Echt schwärzer aus. Der Glanz wirkt subtiler. Ich bin gespannt, wie sie sitzt und ob die Reißverschlüsse so geschickt verarbeitet wurden, dass sie am Ende nicht auftragen.

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Auch die Lederjacke ist ein wahrer Hingucker. Bikerlook mit Reißverschlüssen und Volants als femininer Kontrast. Dazu ein vorsichtiger Mix der Qualitäten, in Taille und Unterarm eingesetzt. Wunderschön! Für mich ebenfalls ein Must have.Adia Neu2

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Diese PU Hose besticht durch ihre Details. Ich mag die Nähte und bin gespannt, wie sie wohl angezogen aussieht. So etwas hätte ich gerne in Echtleder oder wenigstens in einer nicht so plastikartigen Ware, in meinem Schrank. Fake Velours wäre auch eine tolle Option. Dieses Material hinterlässt mich etwas ambivalent.

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Gut kombiniert, ist so eine Strickjacke ein tolles Stück. Die Ware ist ein echter Traum und das Karo ist von zeitlosem Charakter.

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From another Point of View! Das könnte mein Wahlspruch sein und darum muss ich das Shirt haben. Ich mag die verwaschene Optik und die offenen Ärmelansätze. Magst du keine freien Arme zeigen? Dann erinnere dich an das Shirt mit den Netzärmeln.  Ich hoffe, die kommen als Basic auch in schwarz und weiß ins Sortiment.

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Mit den Nieten und Kunstleder Applikationen wirkt das Top sehr lässig. Durch die hochwertige Viskose, behält es aber dennoch einen eleganten Touch! Das wird sicher ein Kombinations Liebling.

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So macht Basic Spaß! Eine eigentlich „schlichte“ weiße Bluse, die aber mit Paillettentasche und Netz Einsätzen zu einem besonderen Hingucker wird. Ich mag es, wenn aus dem Alltäglichen, etwas besonderes wird.

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Meine Ode an Strickkleider habe ich hier, auf dem Blog bereits gesungen…das könnte meine Strickkleid Liebe 2015 werden oder das mit dem High Low Saum aus der 1. Kollektion.

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„Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ 

Karl Lagerfeld

Na gut, damit lebe ich, lieber Karl 😉 Die hier kommt in der used Optik und der festen Ware jedenfalls richtig gut. Die stelle ich mir toll in einem Crossover Look vor. Elegant kombiniert und gerne mit einem schönen High Heel als Kontrast.

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Zum Abschluss noch diese „Fuzzy“ Weste. Irgendwie ein abwechslungsreicher Kontrast, zu den Fake Fur und Federwesten, die es jetzt überall zu sehen gibt.

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Ich hätte noch viel mehr zeigen können, aber ich finde ein bisschen Überraschung kann nicht schaden. Dennoch hoffe ich, dass es mir gelungen ist, dich ausreichend neugierig gemacht zu haben. Halte ab August die Augen offen, dann kommt Adia in die Läden.

Curvy is Sexy heute: Yoek

Auf den 1. Blick wirkt die Mode der niederländischen Firma eher Damenhaft. Kaschierende, umspielende Schnitte, die zwar vielen unterschiedlichen Figurtypen schmeicheln wird, aber das Herz einer Fashionista nicht zum schneller schlagen anregt.  Schaut man sich auf der Homepage aber in Ruhe um, wird schnell klar, dass Yoek mit ihren Tochterlabels durch aus sehr unterschiedliche Geschmäcker bedienen kann. Durch die Sparten Sport und Miss Y ♥ Yoek gelingt ein sehr vielfältiger Querschnitt, der sich nicht so leicht auf eine Zielgruppe festlegen lässt.

Dass die Herbstkollektion im Verhältnis sehr dunkel bis grau ausgefallen ist, fand ich persönlich Schade. Dabei beweist Yoek sonst ein sicheres und sehr mutiges Händchen im Umgang mit Farbe. Dennoch kommt eins meiner Lieblingsoutfits der Curvy von Yoek und es ist schwarz. Ein Widerspruch, ich weiß. Aber ich liebe diese Fransen Teile im Hippie- und Bohemian-Style. Zusammen mit der Tasche in Kamera Optik, spricht es mein Blogger Herz natürlich doppelt an.Yoek9

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Ich gebe zu, die Halbwertzeit der PU-Mischhose hat ihren Zenit modisch gesehen eigentlich bereits überschritten. Ich mag sie trotzdem immer noch sehr gerne sehen und auch tragen. Außerdem gab es auf dem Laufsteg eine tolle Jeans im destroyed Look, die ich auf meinen Fotos aber nicht einfangen konnte und sie darum aus dem Katalog abfotografiert habe. Wer erinnert sich noch an die „Domestos“ Levis Ende der 80er ? So aufgearbeitet, verliert mein diesbezügliches Trauma gar seinen Schrecken 😉 Haben will!

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Ebenfalls sehr sehenswert fand ich die Sportkollektion. Hochwertige Materialien garantieren absoluten Comfort. Neben den rein funktionellen Teilen, finden sich auch modische Stücke, die sich ganz easy zu einem gelungenen Streetstyle Outfit kombinieren lassen.

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Übrigens, an die Animal Print Liebhaber, guckt euch das an! Mich kann man mit Tierprints eigentlich jagen, aber Schneeleopard?! Geil! Es wird auch Hosen und Röcke geben. Ich liebäugele mit der Hose um mal ein „Out of my comfort Zone“  Look damit zu stylen. Yoek Katalog1

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Wer keine Lust auf „Wegwerfbekleidung“ hat, der findet bei Yoek sehr gut verarbeitete Mode, aus hochwertigen Materialien, zu einem der Qualität angemessenen Preis. Ich besitze einige Teile von Yoek, die sich alle unkompliziert waschen lassen und auch nach Jahren noch einen tollen Eindruck machen. Für mich ist das gerade im Basic Bereich ein Argument, mal ein paar Euro mehr zu investieren.

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Curvy is Sexy heute: Stop Staring!

Vintage Baby! Stop Staring feiert mit ihren Kleidern eine Hommage an die Weiblichkeit der 40 er und 50er Jahre.

Ich bin ein großer Fan von Pin up und der Mode aus dieser Epoche. Mich so anzuziehen kam mir aber nie in den Sinn. Zu groß ist die Sorge, „verkleidet“ auszusehen. Mit den Kleidern von Stop Staring könnte sich das jetzt ändern.

Wenn ich mir die körperbetonten Schnitte so ansehe, will ich kaum glauben, dass Stop Staring ursprünglich ein reines Plus Size Label war. Die Entwürfe schreien gerade zu: Bam, hier hast du meine Weiblichkeit, Leb damit! Stop Stairing12

„Stop Staring! hat sich der Kreation von Kleidern verschrieben, die durch originalen Vintage-Look inspiriert sind, um damit Frauen für ihre weiblichen Formen zu begeistern und sie zu ermutigen, diese mit Stolz zu zeigen.“

Firmen Gründerin Alicia Estrada

Eine wunderbare Intention, die ich mit Blick auf die gezeigten Entwürfe sehr gerne glaube. Ich hätte mir daher gewünscht, dass die Kleider den Models auch richtig gepasst hätten. Möglicherweise wäre hier Shapeware die Lösung gewesen. So bleibt bei mir die Frage offen, ob  einfach etwas zu Klein „gefittet“ worden ist oder ob die Trägerin tatsächlich mit der „knackigen“ Optik leben soll.

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Dennoch bin ich ehrlich begeistert, von den tollen Farben und den femininen Schnitten. Mir tat das Bild der Models in diesen Kleidern, im Kontrast zu all der modernen Streetwear, richtig gut. Ich habe auch beim dritten Mal noch gerne hingeguckt und dabei immer wieder neue kleine Details entdecken können.

Vor allem hatte ich den Eindruck, dass auch die Models Spaß an der Kollektion hatten. Ich bilde mir ein, dass sie sich in Stop Staring noch mal anders bewegten. Glaubt man meinen Fotos, hatten sie auch eine besondere Freude, mit den Kleidern über den Laufsteg zu flanieren. In diesem Sinne: Mädels, traut euch! Schöne Kleider, gut ausgesuchte Mode, macht etwas mit euch. Hört auf euch zu verstecken und entdeckt euer Selbstbewusstsein! Shine bright like a diamond!

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Mein Plan sah vor, im Fruchthaus Berlin vorbei zu schauen, um mal das eine oder andere Schätzchen anzuprobieren. Leider bin ich nicht dazu gekommen. Bei meinem nächsten Besuch in der Hauptstadt, steht es aber auf Nummer 1 meiner to do Liste.

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Morgen möchte ich dir hier das neue dänische Label Adia Fashion vorstellen.

Curvy is sexy heute: Adam Brody

Adam Brody, „Style had nothing to do with size“

Den sympathischen schweizer Designer hatte ich bis zur Curvy gar nicht auf dem Schirm. Alleine mit seinem Slogan, spricht er allen modebewussten Plus Sizerinnen der Welt aus der Seele.

Glaubt man seiner Homepage und seinem Vertreter am Messestand, ist es ihm eine Herzensangelegenheit, Mode für kurvige Frauen zu entwerfen. Die Liebe zu seiner Frau ist dabei seine Inspiration. Was soll ich sagen? Genau das nehme ich ihm sofort ab! Seine Entwürfe wirken nämlich alles andere als Lieblos. Sie zeugen von der Leidenschaft zur Mode, Material und zum Design. Bisher war es so, das ich Plus Size Linien anderer Designer als gut gemeint, aber selten als gut gemacht wahrgenommen habe. Es wäre mehr als wünschenswert, wenn wir mehr Designer wie Adam Brody hätten. Designer, die Plus Size nicht lieblos als Nische ansehen, sondern sie als eigenständige Möglichkeit begreifen, kreativ zu arbeiten und sich mit ganzem Herzen darauf einlassen.

Ich empfinde seine Kollektion wie ein teures, seltenes Parfüm. Es ist speziell, kleidet ohne die Persönlichkeit der Trägerin zu verzerren und umgibt sie mit einem Hauch Luxus und Individualität. Ich freue mich sehr, dass er sich doch noch entschieden hat, seine Mode am letzten Tag auf den Runway zu schicken. Sonst wäre mir diese wunderschöne Kollektion wohl entgangen.

Adam Brody designt Mode, wie ich sie Liebe, klassisch, zeitlos, sehr elegant. Dabei versieht er seine Entwürfe mit genau der richtigen Priese Extravaganz, um nicht langweilig oder beliebig zu wirken. Es gelingt ihm, hochwertige Stoffe und außergewöhnliche Schnitte, so zu kombinieren, dass er das an sich fade Basic Thema aus der Langeweile Schublade holt. Damit hat er sich auf meiner persönlichen Must have Liste, ganz nach oben Katapultiert. So trifft es sich gut, dass ich über Ostern in der Schweiz sein werde und es hoffentlich einrichten kann, seinen Laden zu besuchen.

Adam, ich möchte ein Kleid von dir! Oder ein Cape oder den tollen Wickelgürtel oder eine Bluse oder, oder 😉 Wir werden sehen, wofür der Inhalt meines Sparschweins reicht, wenn der Franken nach der Entkoppelung vom Euro weiter so dreist zulegt.

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Als nächstes stelle ich dir meine Eindrücke von Studio Untold vor.

Curvy is sexy, meine Gedanken

Berlin! Immer eine Reise wert. Wenn die Fashion Week gastiert, pulsiert die Stadt noch etwas schneller, neue Trends werden geboren, es ist noch ein bisschen bunter und an jeder Ecke feiern Macher, Models, Einkäufer und Blogger, sich selber und ihre Kollektionen. In diesem Zusammenhang habe ich zwei interessante, facettenreiche Tage auf der „Curvy is sexy“ erlebt.

Die Messe war für meinen Bedarf wunderbar organisiert. Ich mochte die Location, weil sie sehr übersichtlich zu begehen war und Firmen und Besuchern ausreichend Platz bot. Über die etwas isolierte Lage auf der Insel Eiswerder kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein. Einige Besucher monierten, das sie etwas weit ab vom Schuss lag und damit die unkomplizierte Anbindung zur den übrigen Locations der Fashion Week fehlte. Etwas bedauerlich ist auch die fehlende Möglichkeit, „mal eben“ unabhängig vom angebotenen Catering etwas Essen zu gehen. Durch den angebotenen Shuttle Service, in Form von Stretchlimosinen für mich aber ein zu verschmerzender Faktor.

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Der für meinen Geschmack weit aus größere Wermutstropfen, waren die immer gleichen Runway Shows. Ich hätte mir hier deutlich mehr Abwechslung gewünscht. Leider waren längst nicht alle Marken auf dem Laufsteg vertreten und die, die sich vorstellten, präsentierten an allen Tagen, zu allen Shows die selbe Ware. So schafft man keinen Anreiz, die Messe mehrtägig zu besuchen. Hey, Zizzi ich hätte dich so gerne gesehen. Eine ausführliche Vorstellung der Kollektion blieb geladenen Gästen vorbehalten. Dafür war ihr Stand ne glatte 1, nicht nur wegen der phantastischen Kaffeebar. Es gab eine Wand, auf der man seine Lieblingsteile zusammenstellen und fotografieren konnte und die Kollektion wurde offen und großzügig präsentiert.

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IMG_2373Das gut gemeinte „Bloggerevent“ am letzten Tag wurde ein bedauerlicher Flop, weil kaum mehr Bloggerinnen anwesend waren. Da half auch die toll gestaltete „Bloggerbrause“ mit einem Zitat von Marilyn Monroe nicht drüber hinweg.

“To all the girls that think you’re fat because you’re not a size zero, you’re the beautiful one, its society who’s ugly.“

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Der letzte Walk bestand aus denselben Elementen der Vortage. Einzig Adam Brody, der sich kurzfristig entschieden hatte, seine Kollektion doch zu zeigen, überraschte und machte mich neugierig.

Eine tolle Idee war es, die Models am Schluss mit Schildern und Flüstertüte „bewaffnet“ durch die Halle skandieren zu lassen. Kurven sind OK! Sich zu mögen, wenn man nicht dem üblichen Schönheitsklischee entspricht ist der Weg. Das kann man sicher nicht laut genug sagen. Danke für dieses wunderbare Statement!IMG_2381

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Bei aller berechtigter Kritik, sollte man sich aber vor Augen halten, dass die große Modewoche derzeit kränkelt. Mit der ehemals wegweisenden Bread & Butter ist ein wichtiges Zugpferd Insolvent. Möglicherweise ein mahnendes Zeichen, für die Branche. Es reicht eben nicht, innovativ zu sein, bekannte Gesichter im doppelten Wortsinn „anzuziehen“ und sich in 1a Lage zu präsentieren, wenn das Geld fehlt. Von daher geht mein Dank an die Organisatoren der Curvy, die es verstanden haben, das Beste draus zu machen. Ich finde, sie haben Besuchern, wie Herstellern einen angemessen Rahmen geboten.

Es ist ein dankenswerter Umstand, alle Firmen so komprimiert vorzufinden und in aller Ruhe durch die Kollektionen stöbern zu können. Bei den meisten Firmen wurde ich, als neue Bloggerin interessiert aufgenommen. Bei wieder anderen, habe ich das Gefühl bekommen, nicht Ernst genommen zu werden. Schade, dass hier eine Gelegenheit zum Dialog verpasst wurde. Schade auch, dass ich gar den Eindruck gewonnen habe, es gibt Blogger 1. und 2. Klasse.

Ich habe eine wichtige Erkenntnis mitgenommen. Die meisten Hersteller haben so viel mehr zu bieten, als das, was die Endkundin in den Boutiquen schließlich vorfindet. Das Problem ist also weniger das Angebot, als der fehlende Mut der Einkäufer, Mode in ihrem besten Wortsinn, an die Frau zu bringen. An die Frau allerdings, die Jahre lang suggeriert bekommen hat, sich doch bitte hinter blumigen Blüschen und schwarzen Walle Zelten zu verstecken und sich daher vielleicht auch nicht aus ihrer gewohnten, „ich schäme mich für meinen Körper“- Zone, der Modeindustrie traut. Ich glaube, dass wir Blogger genau hier eine Brücke schlagen und damit eine äußerst wichtige Lücke schließen.

Neben der Mode, habe ich mich vor allem auf ein Meet & Greet mit anderen Bloggerinnen gefreut. Danken möchte ich allen voran Nicole & Martina von Rubeniablog. Die beiden haben mich wie selbstverständlich auf- und mitgenommen. Toll, dass ihr so offen gewesen seid und mir das Kennen lernen so leicht gemacht habt! Von dieser Freude und der Bereitschaft, sein knowhow zu teilen und gemeinsam zu netzwerken, hätte ich mir mehr gewünscht!

Auch die entzückende Roxi von Keks von do it Curvy  ist im wahren Leben mindestens so bezaubernd, wie es ihre Blogpostings vermuten lassen.

Mädels

Dann durfte ich noch die wunderbare Christin Thomsen treffen. Die Frau hat eine umwerfende Ausstrahlung und ist dabei völlig natürlich, herzlich und offen. Sie strahlte mit Susanne Kühl um die Wette. Zwei Plus Size Models, die ganz ohne Allüren auskommen und denen ich ganz viele tolle neue Angebote wünsche. Alle beide füllen die gerne bemühte Metapher, von der Schönheit, die von innen kommt, mit echtem Leben. Wow!

Nicht auf der Curvy, aber noch in Berlin, Klischeehaft beim Shoppen 😀 habe ich Samela kennen gelernt. Eine tolle, sehr fotogene Frau, die super offen, herzlich und nett mit mir geplaudert hat. Samela, ich wünsche dir für Paris das Beste, rock die Bude!

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Auch sehr gefreut, habe ich mich über Rhea, die ich einfach ansprechen musste, weil ich ihre Artikel auf Fischundfleisch so sehr schätze. Auf ihrer Seite findest du neben wunderbar verfassten, gesellschaftskritischen Artikeln zum Thema Selbstakzeptanz, auch ihre aktuellen Berichte zur CiS. Vielen Dank, für das Pic aus der Untold Fotobox. Es hat echt Spaß gemacht!

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Nun ist der Post etwas länger geworden und trotzdem ist es nur ein Bruchteil meiner Gedanken. Darum findest du in den nächsten Tagen meine persönlichen Highlights der Messe noch mal in komprimierter Form und zum Teil nach Firmen geordnet.

Den Anfang macht Adam Brody!

 

 

Besser spät, als nie….

Meine für Weihnachten geplanten Posts standen irgendwie unter keinem guten Stern. Der ärgerlichste Grund ist mein Laptop. Ich vermute, dass sich die Festplatte so langsam ins Nirvana verabschiedet. Seit Neustem möchte er meine Speicherkarte nicht mehr lesen. Genau genommen, liest er sie nur an den Tagen aus, an denen die Sonne-Mond Achse in einem für ihn günstigen Winkel zur Erde steht 😉 Außerdem habe ich nicht immer jemand, der mich fotografiert. Wenn sich dann doch mal jemand bereit erklärt, war das Wetter mies oder es gab kein Licht.

Für diesen Outfitpost hatte ich zwar jemand, der willens war Fotos zu machen, bedauerlicherweise wurden die Fotos aber nicht gut. Mir fehlte eigentlich auf fast jedem Foto entweder die Beine oder der Kopf. Bei den Fotos, auf denen ich ganz zu sehen bin, gab es Probleme mit Schärfe und Kontrast und die Posen sind eher keine 😉

Dennoch möchte ich die magere Ausbeute mit dir teilen, weil dieses Outfit etwas ganz Besonderes für mich ist. Red Dress2

Ich träumte schon immer von so einem Kleid. Eng, knielang mit Schleife am Hals und Rot. Ich hatte mal so eines, als ich noch schlank war. Ich habe es aber niemals „öffentlich“ getragen, weil ich mich zu fett dafür fühlte. Es war ein Kleid in Größe 36. Irgendwann habe ich es weg gegeben, aber nie vergessen. Ich habe auch nie vergessen, dass mir damals das Selbstbewusstsein für dieses Kleid fehlte. Ich habe nie vergessen, dass ich mich nicht schön, nicht sexy genug dafür fühlte und was das mit mir gemacht hat. Es nagte an mir und vergiftete mein Selbstbild.

Als ich kürzlich bei Asos Curve genau so ein Kleid entdeckte, bestellte ich es mit. Aus Nostalgie vielleicht. Ich dachte jedenfalls nicht, dass ich es behalten würde. Mir war vorab klar, dass es sicher nicht „vorteilhaft“ ist. Es kaschiert rein garnichts, aber es ist ein Symbol für meinen Mut. Den Mut dieses Kleid selbstbewusst zu tragen. Warum soll ich verstecken, was und wer ich bin? Warum soll ich verleugnen, was zu mir gehört? Wer darf entscheiden, was schön und was sexy ist? Wann bin ich je „richtig“ für so ein Kleid? Das alles sind die Fragen, die dieses Stück Stoff in mir aufgeworfen hat.

Die Antwort ist so simpel zu beantworten, wie schwierig zu verinnerlichen. Ich bin „richtig“ genau in dem Moment, wo ich mit mir im Einklang bin! In dem Augenblick, in dem ich mich selber mit Wohlwollen betrachten kann, obwohl ich nicht perfekt bin. Wohlwollend auch meinem kranken Körper gegenüber, der nicht funktioniert, wie ich es gerne hätte, den ich darum schon verurteilt und abgelehnt habe und der nicht dem üblichen Schönheitsideal entspricht. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass mir mein Übergewicht „egal“ wäre. Fakt ist aber, dass ich mich schon immer als zu fett empfunden habe. Paradoxerweise selbst mit Größe 36-38. Jetzt wo ich tatsächlich dick bin, relativiert sich Vieles. Mir ist bewusst geworden, dass das Gefühl, zu dick zu sein, nur das Symptom für die Tatsache ist, dass ich mich selber nicht „richtig“, nicht hübsch, nicht gut genug fühle. Ich habe durch dieses paradoxe Empfinden gelernt, dass es wichtig ist, mich selber zu mögen. Andere Menschen werden mich immer innerhalb ihrer Schubladen be-und verurteilen. Das ist so, seitdem ich zugenommen habe, das war so, als ich noch schlank war. Vielleicht war ich damals nicht zu dick, aber möglicherweise zu laut, zu brünett oder zu direkt. Jetzt wo ich offensichtlich übergewichtig bin, mache ich es den Menschen lediglich leichter, mich in eine Schublade zu sortieren. Wie einfach! Aber eines ist mir  dadurch klar geworden: Ich kann es anderen nie wirklich Recht machen! Aber mir selber kann ich es Recht machen, weil ich dieses Kleid liebe und es darum trage. Ich kann die Entscheidung treffen, mich zu mögen, egal was Andere über mich denken. Die Meinung Anderer kann ich nicht ändern. Das ist auch nicht mein Job. Es ist ihr Problem, wenn sie mich in Schubladen stecken, nur weil ich in ihren Augen nicht „dieses“ oder „jenes“ bin. Es entgeht ihnen dadurch möglicherweise ein ganz besonderer, wunderbarer Mensch. Vielleicht würden wir uns aber auch nicht „grün“ sein, das läge aber bestimmt nicht wirklich an meinem Gewicht sondern an viel grundlegenderen Faktoren, die aber nun einmal nicht so offensichtlich sind, wie mein dicker Po.

Was sagt mein Übergewicht denn über mich aus? Was sorgt für diese, oft offen gelebte Ablehnung Übergewichtiger in der Gesellschaft? Ich bin kein anderer Mensch, nur weil ich zugenommen habe und ich bin es leid, mich dafür zu rechtfertigen, mich zu schämen oder mich schlecht zu fühlen. Ich bin, wer ich bin, mit meinen Kurven und ich wünsche jeder Frau, dass sie sich selber lieben lernt, egal womit sie gerade hadert. Ich arbeite weiter daran. Das ist mein Vorsatz für 2015.

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Kleid: Asos Curve; Blazer: H&M+; Tasche: Michael Kors; Armreif: Asos; Ring: YSL; Schuhe: Stuart Weitzman

Dank Essi Blanc sind mir auch Danys Nikolausmützennägel besser gelungen und passen wunderbar zu dem Kleid.

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Weihnachtsmützen