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Die German Curves feiern den Festival Look

Ich war nie der Typ für Festivals. Ich benötige einfach ein Mindestmaß, an sanitären Möglichkeiten. Dixis und ungepflegte Gemeinschaftsduschen gehen für mich nicht. Außerdem tue ich mich von je her schwer mit großen, mehr oder weniger, enthemmten Menschenmengen. Das ist mit dem Alter nicht besser geworden 😉 Du siehst, dieses German Curves Thema, ist eigentlich so gar nicht meins. Eigentlich! Denn was ich neben der Mode wunderbar finde, ist der Spirit, den Festivals wie Coachella oder Holi verströmen. Das friedliche Miteinander von so vielen Menschen ist ein wunderbares Zeichen, in Zeiten, in denen die Medien voll sind, von so viel Gewalt und menschlichen Tragödien. Festival - 1 (4) Zugegeben, mein gewählter Look ist im realen Leben eher weniger Festival tauglich. Weiß ist nicht unbedingt die Farbe, mit der man drei Tage über ein wahlweise staubiges oder matschiges Festival Gelände wandern sollte. Festival - 1 (3) Für mich geht weiß trotzdem in Ordnung, weil mein persönliches Festival zu Hause statt findet, mit handgemachter Musik, meinen Blumen im Garten und ganz viel Sonnenschein.Festival - 1 (9) Die Asos Bluse erinnert mich an den indischen Einfluss in der Hippie Bewegung. Das mochte ich schon immer. Weite, bequeme Schnitte, farbenfroh und unkompliziert. Die knielangen Kurtas werden in Indien traditionell überwiegend von Männern getragen. Kurtas werden im Alltag genau so getragen wie, reich bestickt und aus hochwertigen Stoffen gewebt, zu besonderen Anlässen. Die gehäkelte Palazzo Hose ist ein ganz besonderer Hingucker und gibt meinem Look diesen kleinen Twist Boho. Außerdem habe ich mich bewusst für einen schwarzen BH entschieden. Den könnte man auch durch einen bunten Bikini ersetzen.  Festival - 1 (6) Den Weg zurück in die Neuzeit ebnen meine Birkenstocks mit der holographischen Oberfläche. Bequem und trendy. Schön, wenn Schuhe so etwas können.Festival Schuhe - 1Weil der Look so pur ist, habe ich beim Augen Make up etwas dicker aufgetragen. Die Idee dafür stammt von der Youtuberin Ebru, deren Make up´s ich zusammen mit ihrer quirligen Art sehr schätze. Diese Amu trage ich im Sommer oft und gerne. Es macht mir gute Laune und langweilt mich nicht. Das Holi Festival mit seinen Farbexplosionen lässt grüßen.

Festival - 1 (11)   Festival - 1

Hose und Bluse: Asos

Schuhe: Birkenstock

Fransentasche: Hallhuber

Schmuck & Hut: H&M

Brille: New Yorker

Wenn du Lust auf mehr Inspiration zum Festival Thema hast, dann schaue doch bei den anderen Mädels von German Curves vorbei. Es lohnt sich, es sind viele schöne Outfits zu sehen. Auch auf Instagram wirst du unter dem #germancurves fündig.

Ich würde mich freuen, wenn du mich in den Kommentaren wissen lässt, welches Festival dich reizen würde. Oder bist du so wie ich, eher ein Festival Muffel? Welche Musik müsste es dann sein, die dich aus deiner Komfort Zone locken würde?

Ich freue mich sehr über einen Austausch und hoffe dir hat mein Look gefallen. Schön, dass du hier bist!

Festival Hut - 1

Behind the Scenes mit Studio Untold

Was geht dir durch den Kopf, wenn du an Modeshootings denkst? Ich z.B assoziiere gerne mal die Klischees der Germanys Topmodel Sendung. Zickige Models, genervte Make up Artists, die versuchen die Wünsche des Kunden im Gesicht der Models zu realisieren und Photografen, die ihre Motive nicht mehr als Menschen wahrnehmen, sondern versuchen sie als Kunstobjekte zu arrangieren. Der Rest ist Retusche und die Wahrheit liegt irgendwie dazwischen. Das wir als Betrachter, kaum eine Chance haben, daraus den Rest Realität zu filtern, ist eine Binsenweisheit. Darum war ich ganz begeistert, als mich Verena von Studio Untold gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte, ein Shooting für den neuen Studio Untold Magalog zu begleiten. Gerne möchte ich dich heute mit hinter die Kulissen nehmen und dir einen kleinen Eindruck vermitteln, wie ein Mode Shooting so aussehen kann.Studio Shoot24 - 1

Eins kann ich dir vorweg verraten…..Das Klischee mit dem zickigen Model werde ich dir nicht bestätigen. Mit Carina Behrens hat Studio Untold nämlich das Model verpflichtet, das mich schon auf der „Curvy“ als das Gesicht der Marke überzeugen konnte. Ich habe mich sehr gefreut, sie auf diesem Wege wieder zu sehen. Auch an diesem Tag bestach sie mit ihrer natürlichen Ausstrahlung und ihrer wunderbar, entspannten Art.Studio Shoot36 - 1

Abgelichtet wurden Auszüge aus der aktuellen Sommer Kollektion. Die ausgewählten Outfits sollen, deine Lust auf den Sommer wecken. Auf meinem Breitengrad lässt der sich allerdings noch arg bitten. Vielleicht auch ein Grund, warum das Team von Studio Untold sich für dieses Shooting von der lässigen Streetwear der Amerikanischen Strände hat inspirieren lassen?!

Studio Shoot32 - 1

Schließe mal kurz deine Augen und denke an LA und Venice Beach. Stelle dir vor, du schlenderst über den Ocean Front Walk, beobachtest die Jungs mit den aufgepumpten Muskeln, lässt dir von einer „Gitana“ verschwörerisch deine Zukunft aus der Hand lesen oder hörst einfach einem Straßenmusiker zu, der auf seiner schlecht gestimmten Gitarre Lieder von Jack Johnson singt. Na? Wird es warm auf deiner Haut? Kannst du es riechen? Den Pazifik oder den Geruch der Churros, die ein Straßenhändler dort vorne an seinem kleinen Stand verkauft? Träumen ist ausdrücklich erwünscht.

Zugegeben, die Location war an diesem Tag nicht ganz so sonnig, wie es das Motto eigentlich verlangen würde.Studio Shoot30 - 1

Dafür gab es statt Churros den legendären Dangaster Rhabarberkuchen. Dangast dieses kleines Künstlerdorf am Jadebusen mit den zwei Gesichtern. Zum einen verbreitet es mit dem alten Kurhaus, und der dort ausgestellten Kunst einen besonderen Flair. Es wirkt so, als sei hier die Zeit ein wenig stehen geblieben. Der Geist des Malers Franz Radziwill, der hier lange lebte, ist immer noch spürbar. Zum anderen findet man den, an diesem Teil der Nordseeküste so typischen Tourismus, rund um Campingplatz, Frittenbude und Strandkorb. Ein harter, aber interessanter Kontrast mit besonderem Charme.

Als ich dazu kam, war das Team schon fleißig bei der Arbeit und das erste Outfit bereits im Kasten. Was mir sofort aufgefallen ist. Keine Spur von Stress, alle waren entspannt und der Umgangston war sehr familiär. Als Fitting Room und mobiles Studio diente ein übergroßer Transporter. Er beherbergte die gesamte Ausrüstung vom Make up über die Outfit bis hin zum Photo Equipment.Studio Shoot - 1 (1)

Isabelle, die Make up Artistin, drapierte gerade die Haare von Carina neu und schien dabei voll in ihrem Element. Mit geübter Hand wurde hier und da nachgepudert, konturiert und etwas Bräune auf Carinas Beine gezaubert. Hinten im Transporter ließ Verena die Bügel klappern, um den nächsten Look zusammen zu stellen. Was passt wozu und wo ist überhaupt das Holo Armband, das muss doch mit auf´s Foto?

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Der heimliche Star des Teams ist unangefochten „Pepe“ der Flamingo. Mittlerweile ist das Plastikmaskottchen ein festes Mitglied der Studio Untold Familie.  Ist es Zufall oder eine Hommage, das man ihn auf einem Sweater der aktuellen Kollektion findet?!

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Stephan Tournée, der Fotograf, stellte sich ebenfalls als sehr entspannter Mensch heraus, dem es mit wenigen, Worten gelang, Carina ins rechte Licht zu rücken. Humor stand während der ganzen Zeit immer an vorderster Front, wichtig wenn Arbeit Spaß machen soll. Schließlich läuft ja nicht immer alles, sofort wie das sprichwörtlich „geschnitten Brot“. Lichtverhältnisse nicht optimal, Motiv und Hintergrund doch nicht so toll, Menschen mit kreischbunten Klamotten kreuzen im falschen Moment das Bild und wo ist eigentlich das Blouson, das unbedingt mit in den Magalog sollte?!Studio Shoot1 - 1 (1)

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Gefühlt war es für alle Beteiligten ein entspanntes Arbeiten. Ich fand es wunderbar zu erleben, wie respektvoll und locker, Menschen in einer als sehr oberflächlich geltenden Branche miteinander umgehen können. Da wurde selbstverständlich mit angepackt auch wenn es nichts mit den eigentlichen Jobprofil zu tun hatte. So machte Isa nicht nur das Make up, sondern wurde Kurzerhand zur Lichtassistentin ernannt. Stephan kümmerte sich neben seiner Kamera selbstlos 😉 um die Deko für den nächsten Shoot und Carina war sich nie zu Schade auch mal Teile der Ausrüstung zum Set zu tragen.

Studio Shoot1 - 1Auch unbeteiligte Blogger, wurden unkompliziert mit eingebunden. Studio Shoot2 - 1

Für meinen persönlichen Geschmack hätte Studio Untold übrigens ruhig etwas mutiger in die Trendkiste greifen dürfen. Mir fehlte die Anlehnung an die aktuellen Trends. Zum Thema hätten ein toller Hippie Look genau so gut gepasst, wie ein paar mutige Boho Teile. Auch die Rückkehr der Military Jacken, hätte dem Thema gut getan. Für mich ist genau das, ein leidiges Thema. Ich gucke mir in der Instyle oder anderen Magazinen Hochglanz Fotos der neusten Trends an, werde auf Blogs förmlich damit Bombardiert, was das Fashion Victim aktuell zu tragen hat und finde dann diese Teile im Ü42 Segment einfach nicht. Schlimmer noch, wenn ich meiner Leidenschaft für Schlaghosen dann erst 2 Saisons später frönen soll oder Modetrends bis an die Grenze der Langweiligkeit abgemildert werden. Mein Wunsch wäre, das Studio Untold auf die Dauer genau diese Lücke schließen würde. Gespannt erwarte ich schon auf die Ergebnisse der Blogger Kooperation. Hast du Interesse an dem Projekt? Dann kannst du z.B bei Lisa Mosh oder Ela von Conquore mehr darüber lesen.

Mein Fazit? Ich bleibe bei meiner Einschätzung von der „Curvy“, das hier ein Team, gemeinsam mit viel Spaß an der Arbeit eine junge Marke voran bringen möchte. Angefangen mit einem Model, das sich voll und ganz mit dem Brand identifizieren kann. Dazu ein Fotograf, der genau das unaufgeregt eingefangen hat. Eine Make up Artistin, die Carinas Natürlichkeit unterstrichen hat, ohne sie bis zur Unkenntlichkeit zu verändern und mit Verena, eine Produktmanagerin, der ich den Stolz auf „ihre“ Marke in jedem Moment anmerken konnte. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse und freue mich sie im neuen Magalog sichten zu können, der ab dem 29. Juni zu haben ist.

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Vielen Dank, dass ich mal einen Tag schnuppern kommen durfte. Ich wünsche den Menschen hinter Studio Untold weiterhin viel Erfolg und das richtige Händchen für die kommenden Trends. Der Marke wünsche ich, das viele Frauen sie für sich entdecken werden. Mädels, ihr wollt tragbare Mode im Plus Size Segment? Bitte, greift zu. Studio Shoot20 - 1

Wenn du jetzt noch mehr Lust auf Mode von Studio Untold hast, schaue dir die nachfolgenden Bilder an oder sichte im Internet die komplette Kollektion. Dort kannst du auch den aktuellen Magalog bestellen. Studio Shoot14 - 1

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Schön, das du bist zum Ende dabei geblieben bist. Dir scheint die Mode von Studio Untold also zu gefallen?!

Dann freut es mich um so mehr, das Studio Untold mir drei Comic T-Shirts zu Verfügung gestellt hat, die ich gerne unter meinen Leserinnen verlosen möchte.PicMonkey Collage

Bitte schreibe mir dafür in die Kommentare, welcher Studio Untold Look dir warum am besten gefällt.  Außerdem solltest du Studio Untold einmal auf Facebook besuchen und die Seite liken, wenn dir die Inhalte gefallen. Persönlich würde ich mich freuen, wenn du deine Freude am Gewinn auch auf Instagram oder Facebook teilen würdest. Das ist allerdings kein Muss.

Bitte hinterlasse mir unbedingt eine korrekte e-mail Adresse, so das ich dich im Gewinnfall unkompliziert erreichen kann.

Damit alles mit rechten Dingen zugeht, wird mein kleiner Sohn der Glückself sein und ich werde die Verlosung entsprechend dokumentieren.

Das Gewinnspiel läuft bis zum 07. Juli 2015 23:59 Uhr. Ich werde die Gewinnerin anschließend per Mail anschreiben und bitte dann innerhalb von 24 Stunden um eine Rückantwort mit deiner Versandadresse und deiner Größe. Deine persönlichen Daten werden selbstverständlich nicht weiter gegeben. Solltest du dich innerhalb dieser Zeit nicht melden, lose ich erneut. Der Gewinn kann in keiner Form umgewandelt werden. Es gibt kein Anrecht auf irgendetwas.

Du solltest über 18 Jahre alt sein oder die Erlaubnis zur Teilnahme bei deinen Erziehungsberechtigten einholen. Teilnehmen können alle Leser(innen) innerhalb der EU.

Für die Transparenz möchte ich darauf hinweisen, dass ich für diesen Post keine Bezahlung oder Geldwerte Vorteile erhalten habe. Die T-Shirts für das Gewinnspiel wurden mir ohne Bedingungen zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

Ein modischer Vokuhila?!

Mantamatte, Nackenspoiler oder Vokuhila…..gibt es hier jemand der sich erinnern möchte? 😉 Für mich gehört diese Herrenfrisur neben Dauerwelle, Schulterpolstern, Puffärmeln und Karottenhosen, zu den eher verdrängungswürdigeren Entgleisungen der 80er Jahre.

Wie gut das Studio Untold sich meinem Trauma 😉 angenommen hat und mit diesem Shirt zeigt, dass „vorne kurz hinten lang“ auch modisch sein kann. Ich hatte das Shirt auf der Curvy bereits auf dem Laufsteg bewundert. Ich mochte die Kombi mit Gürtel und der kurzen Hose sehr und werde das sicher im Sommer auch mal so tragen.Studio Untold5

Jetzt zum Übergang habe ich aber lieber eine Jeans gewählt und das Shirt einfach in den Bund gesteckt. Es ist sehr bequem und trotzdem ein lässiger Hingucker. Untold2

Die Hose stammt aus der Maite Kelly Kollektion von Bonprix. Ich hatte sie völlig verdrängt und mich gefreut, sie in meinem Schrank quasi wieder zu entdecken. Während des Shootings ist mir allerdings wieder eingefallen, warum ich sie nicht anziehe. Die Reißverschlüsse! Sie gehen an meinen Bon Prix Jeans ständig wie von Geisterhand auf. Das nervt. Liebes Bon Prix Team, ich zahle gerne ein paar Euro mehr, wenn ihr eure Reißverschlüsse verbessert. Das Hantieren mit Sicherheitsnadeln ist sicher nicht im Sinne des Erfinders 😉

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Ich werde ja nicht müde zu betonen, das ich keine Animal Prints mag. Jedenfalls mag ich es bisher nicht an mir. In die Reptilien Optik der Cinque High Top Sneakers habe ich mich aber Schock verliebt. Eine langsame Annäherung an das Thema findet bei mir als von Toe to Head statt 😉

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Die Celine Knot Bag habe ich von Sylt mitgebracht. Ich liebe sie auf Grund ihrer vielseitigen Optik und der Farbe. Außerdem ist die Lederqualtiät ein wahrer Traum. In Zeiten in denen auch High End Brands gerne ihre Margen verbessern, in dem sie mäßigere Qualitäten zu hören Preisen verkaufen, kann ich Celine nur empfehlen.

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Vokuhila Shirt: Studio Untold

Jeans: Bon Prix

Gürtel: Hermès

Schuhe: CINQUE

Tasche: Celine

Kette: H&M

Ringe: Mango

Armreifen: Mango

Wie ist es mit Dir? Hast du Erinnerungen an die 80er? Welche Epoche hat dich am meisten geprägt und hast du auch das ein oder andere modische Trauma? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Lesenswertes aus der Plus Size Welt 2.0

Body Shaming! Ein relativ neumodisches Wort, zu einem uralten Vorgang. Es ist nichts Neues, dass wir Frauen gerne viel Zeit und Geld in unser Äußeres investieren. Wir wollen gefallen! Uns selber und der Umwelt.

Wenn aber dieser Spaß an Mode, an der eigenen Schönheit umschlägt, wir uns nicht mehr wohl fühlen in der eigenen Haut, weil wir glauben, den aktuellen Trends nicht zu genügen, wenn wir beginnen, uns auf unser Äußeres zu reduzieren und uns nicht mehr annehmen können, wie wir nun einmal sind, dann sprechen wir von „Body Shaming“.

In meiner Wahrnehmung wird dieser Begriff vor allem im Zusammenhang mit dem Körpergewicht genannt. Dabei ist „Body Shaming“ kein Alleinstellungsmerkmal, das nur die übergewichtige Frau betrifft.Fuck

Bei mir fing es jedenfalls bereits an, als ich noch schlank war. Wenn ich mit meinen schlanken Freundinnen spreche, ist ihr Gewicht oft Thema. Bewusst zu Essen, ab und an kürzer zu treten, um Ausgleich für einen temporär ausschweifenden Lebenswandel zu schaffen etc., alles Zeichen einer gesunden Lebenseinstellung. Wo aber fängt der Punkt an, an dem aus einem normalen „auf sich Acht geben“, „Body Shaming“ wird? Wann reduziert sich eine Frau so sehr auf ihr Äußeres, dass sie aufhört sich zu mögen, wie sie ist? Wann stellt sie ihre äußere Erscheinung, die Optimierung ihres Körpers, vor die Freude am Leben und den Genuss? Nach meiner Erfahrung, ist dieser Prozess unmerklich und fließend. Die Weichen werden oft schon in der Kindheit und der Pubertät gestellt. So manches Übergewicht resultiert genau aus diesem Teufelskreis von Selbstabwertung und dem unsensiblen Umgang mit dem weiblichen Körper, durch das Umfeld und die Gesellschaft. Das Bild, der undisziplinierten Dicken, die ihr Essverhalten nicht im Griff hat, ist ein zu kurz gedachtes Klischee und eben nur ein Teilaspekt einer Problematik, die in der Regel andere Ursachen hat als nur eine schlechte Ernährung.

Fackt ist, dicke Menschen haben es schwer in einer Welt, die eine perfekte Fassade mehr zu schätzen weiß, als den eigentlichen Wert eines Menschen. Eine Gesellschaft, die sich anmaßt anhand der Optik etwas über diesen Menschen zu wissen. Sicher haben auch andere mit gewissen Klischees zu kämpfen. Blonde können davon ein Lied singen, die gerne mal als doof gelten, genau wie die sehr, sehr schlanken, die natürlich alle Magersüchtig sind. Manches wird im Scherz gesagt, anderes mit garstigem Unterton. Bei den Betroffenen sorgt es aber für ein inneres Mantra, das sich verstärkt und irgendwann ein Glaubenssatz wird, der sie von innen zerfrisst. Sie glauben sie könnten nicht mehr Glücklich sein, weil sie nicht schlank sind.

Mein Umfeld geht mittlerweile verhältnismäßig verständnisvoll mit mir um. Ich wurde nicht besonders ausgegrenzt, ich bin ja auch krank, da ist mein Übergewicht etwas Anderes. Ist es das?

Ich sage NEIN! Jeder Mensch sollte so sein dürfen, wie er ist. Dick, dünn, blond, braun, groß, klein, laut, leise. Das sind letzten Endes alles nur Adjektive, die über den Kern eines Menschen gar nichts aussagen. Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters. Das ist so! Das bezieht sich auch auf den Körper. Es wäre aber wünschenswert, wenn wir endlich aufhören würden, unseren Maßstab an andere anzulegen. Was ist das für eine Gesellschaft, die Konfektionsgrößen zum Trend macht und sie über die wirklich aussagefähigen Attribute eines Menschen stellt? Toleranz gibt es im Bezug auf den eigenen Körper scheinbar nicht. Pass ins Raster oder lebe damit, dass andere sich anmaßen, dich zu kennen und sich darum auch das Recht heraus nehmen, dich be- und verurteilen zu dürfen.Fuck1

Passend zu meinen Gedanken, gab es in letzter Zeit einige tolle Artikel zum Thema Selbstakzeptanz.  Gerade auch auf Blogs, die eigentlich eine andere Zielgruppe ansprechen. Ich finde es wichtig zu lesen, dass sich die Frage nach Sinn und Unsinn von „Body Shaming“ auch Frauen stellen, die rein oberflächlich betrachtet eigentlich nicht Betroffen sind. In Zeiten, der perfekt inszenierten Instagram Welt, scheint es nämlich noch viel weniger Platz für Individualität und unkünstliche (Un)perfektion zu geben. Alle wollen die selben Schuhe, die selben Taschen, die selben Key Pieces und am besten den selben durchgestylten, perfekten Körper. Hast du das alles nicht, bist du ein Mensch zweiter Klasse. Ist das wirklich das woran wir uns messen lassen möchten? Ist das der Wert, an dem wir unser Freunde erkennen? Die Frage kann nur jeder für sich selber beantworten.

Bodybashing

das Copyright liegt bei http://zukkermaedchen.de

Das bezaubernde Zuckermädchen hat einen wunderbaren Artikel zum Thema Bodybashing geschrieben.

„This is Jane Wayne“ ist einer der erfolgreichsten deutschen Mode Blogs. Auf jedenfall einer meiner Liebsten. Ich folge den Janes schon länger. Sie sind für meinen Geschmack immer besonders nah an den Trends, berichten sehr vielseitig und durch aus kritisch. Um so mehr habe ich mich über Lisa van Houtems Anti Bodyshaming Artikel gefreut. Danke an dieser Stelle, für die Erlaubnis, das tolle Foto aus dem Artikel verwenden zu dürfen.

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Das Foto unterliegt dem Copyright von http://www.janewayne.de

Auch die tollen Mädels von Amazed befassten sich in ihren Kolumnen mit dem Thema Selbstakzeptanz. Antonia nahm das  “Women’s ideal body type throughout history“, Video zum Anlass, um mal kritisch zu hinterfragen, ob wir Frauen uns eigentlich jedem aktuell gültigen Schönheitsideal immer unreflektiert beugen sollten. Amelie fragt sich, ob Kurven die neue Size Zero ist und wie es überhaupt sein kann, dass eine Kleidergröße zum Trend werden kann. Wohin führt die Reise zwischen Thigh Gap und dem omnipräsenten Hinterteil einer Kim Kardashian?

Rubinia vom Blog nimmt die Plus Size Mode vom Kaffeeröster kritisch unter die Lupe. Ich kann ihrem Resümee nur beipflichten. Für mich hat es immer ein Geschmäckle. Diese lieblose Allerweltskleidung, die die Bezeichnung „Mode“ in ihrem eigentlichen Wortsinn kaum verdient hat. Anhand dieser Kollektionen lässt sich erkennen, wie sich viele Menschen Mode für die „typische“ Plus Size Kundin vorstellt. Wer bestimmt aber, was oder wer typisch ist? Ich weigere mich zu glauben, dass diese Kleidung mehr Absatz findet als Mode, die diesen Namen tatsächlich verdient hat. Ich bleibe bei meiner These: Es kommt drauf an, wie man seine verunsicherten Kunden abholt und sie berät. Schau dir den Bericht von Martina über ihren Besuch im Adia Showroom an. Dort findest du auch einige Teile, die ich dir vorenthalten habe. Ein gelungener Gegenentwurf!

Mädels

Copyright liegt bei http://www.rubeniablog.de

Außerdem ist Soulfully online gegangen. Ein Blog des Otto Konzerns. Otto hat sich mit Bloggern aus unterschiedlichen Bereichen zusammen getan hat. Es sind auch viele wunderbare Plus Size Frauen mit im Boot. Ich bin auf die Entwicklung mehr als gespannt und wünsche dem Projekt viel fruchtbaren Boden. Mit Isabell von Dressing outside the Box ist jedenfalls eine der innovativsten und kreativsten deutschen Plus Size Bloggerinnen mit an Bord.

Was hat dich in den letzten Wochen so beschäftigt? Welche Erfahrung hast du mit dem Thema „Body Shaming“ bzw. „Bodybashing“ gemacht? Ich freue mich über einen Austausch in den Kommentaren und freue mich auch über Hinweise zu Lesenswerten Artikeln.