curvy is sexy

curvy is sexy heute: Adia Fashion

Die dänische Firma Adia debütierte auf der Curvy is Sexy mit ihrer ersten Herbst Kollektion, die im August auf den Markt kommen wird. Adia, was aus dem Afrikanischen übersetzt so viel wie „ein Geschenk“ bedeutet, wird zukünftig das Plus Size Label „yppig“ ablösen.

Leider sind meine Fotos auf der Messe nicht aussagekräftig genug geworden. Auf meine Anfrage nach Pressefotos für meinen Post, hat mich das Team kurzer Hand in ihren Show Room nach Hamburg eingeladen.

Ich gestehe, die erste Kollektion hat mich nur in Teilen angesprochen. Wenig Statement, viel Basic und kaum Farbe. Alles ganz nett, aber wo bleibt das Wow? Was mich hingegen sofort begeistert hat, war die Qualität der Ware und das Gefühl, dass sich die Menschen hinter der Marke ehrlich Gedanken über ihre Kundin machen.

„Unser Ehrgeiz ist es, die Hindernisse für die traditionelle plus-size Mode niederzureißen“

Claus Zink

Die Macher von Adia wünschen sich für ihre Kundinnen und ihre Mode einen Platz, in einem normalen Kaufhaus, inmitten der Standardgrößen. Keine Trennung der „Anschlussgrößen“ von der „normalen“ Konfektion mehr. Ein wunderbarer Gedanke! Damit spricht mir Sabine Steinhard, die Adia auf dem Deutschen Markt vertritt, direkt aus dem Herzen. „Nur so kann Plus Size funktionieren“, sagt sie und ihre Augen blitzen vor Begeisterung.

Ich freue mich über so viel Enthusiasmus. Wir sprechen weiter über die Kollektion, die ihr wirklich am Herzen zu liegen scheint.

Sabine erklärt mir das Konzept: „Es geht bei uns um den Outfitgedanken. Wir möchten, dass unsere Kundin mit möglichst kombinationsfähigen Teilen, immer neue Looks kreieren kann. Es wird bis zu vier aufeinander abgestimmte Kollektionen geben. Dabei ist uns besonders wichtig, dass die Teile alle einzelnd nachbestellbar sein werden.“

Ich mag dieses Konzept. Wie oft sehe ich eine Klamotte im Netz, auf Blogs oder im Laden und dann ist meine Größe ausverkauft und es kann nichts mehr nachbestellt werden. Ärgerlich und wenig kundenfreundlich, schön dass Adia hier näher am Kunden ist.

Um den Outfit Gedanken zu verdeutlichen, zeige ich euch dieses Shirt. Es ist alleine auf Grund der Netzärmel  ein Hingucker und ein wunderbares Basic Teil.

ADIA Shirt

Genau so gut kann Frau eine Tunika oder das Kleid aus der Kollektion damit ergänzen:Adia SR1

Das Netzstoff Thema lässt sich mit der passenden Leggins wieder aufgreifen.
Adia Leggings

Auch ein passendes kleines Jäckchen wird es geben. Hier ist der Netzeinsatz raffiniert unter dem Arm angebracht, das erschließt sich erst auf den 2. Blick. Es ist ein wunderbares Teil, das sicher vielseitig kombinierbar sein wird. Ich sehe den Blazer über einem eleganten Kleid, genau wie casual kombiniert zur Jeans. Die Farbe wirkt auf den Bildern leider völlig verwaschen. Natürlich ist er rein schwarz.

Adia Blazer2

Adia Blazer

Adia MEsse

Auch der im Augenblick allgegenwärtige Poncho darf bei Adia nicht fehlen.

Adia Ponchos

Ich mag dieses Shirtkleid mit High-Low Saum und den Reißverschluss Details. Ich stelle mir eine dicke Strumpfhose und ein paar schwere Boots dazu vor.

Adia SR10

Ein Schwerpunkt sind sicherlich die hochwertig verarbeiteten Hosen. Was die „perfekte“ Jeans betrifft, bin ich eher skeptisch. Bei Adia lohnt sich aber ein näherer Blick. Hier wurde an Details gedacht, die so einfach, wie praktisch sind.

Die Sanduhrfiguren kennen das Problem: Passt die Hose am Po und den Oberschenkeln, steht sie in der Taille gerne mal unvorteilhaft ab. Adia SR5Ein im Hosenbund unsichtbar eingearbeitetes Zugband, soll die Taillenweite individuell regulierbar machen. Wir Mütter kennen das Prinzip, aus den Hosen unserer Sprösslinge. Außerdem wurde die Leibhöhe hinten bogenförmig angehoben. So kann Frau sich hinsetzen  und bücken, ohne dass sie ungewollte Einblicke gewährt. Bye, bye Maurerdekollté 😉 Adia SR2Die Innentaschen werden aufwendig  zusätzlich vernäht. Das verhindert ein Herausziehen und erspart das mühsame zurückstecken. So trägt auch bei Figurnahen Schnitten nichts mehr auf.Adia SR4

Auch auf andere Details wird Wert gelegt, so wie bei dieser schwarzen Ombre Jeans. Wenn man sie aufgekrempelt tragen möchte, findet man eine durchgefärbte, schwarze Unterseite als schönen Kontrast und hochwertigen Abschluss. Ich liebe diese kleinen Details, die sich nicht auf den 1. Blick erschließen.Wenn sie so gut passen, wie sie klingen, habe ich wohl einen neuen Hosendealer. 😉Adia SR7

Adia SR8

Adia möchte als cool und feminin wahrgenommen werden. Casual trifft auf raw und stylisch, heißt es im Pressetext. Ein Spagat, wie ich persönlich finde, von dem ich gespannt bin, wie er am Markt gelingen wird.

Nachfolgend zeige ich dir meine persönlichen Lieblingsstücke aus der 1. Kollektion. Bitte entschuldige die miese Farbqualität der Fotos. Es wollte mir nicht gelingen, eine vernünftige Einstellung für die Lichtverhältnisse im Show Room zu finden.

Die Kunstlederjacke und der passende Rock war bereits auf der Messe mein persönliches Hightlight. Der Rock ist übrigens nur vorne aus PU. Dadurch  dürfte er sehr bequem zu tragen sein, weil er in der Bewegung mitgehen kann. Die Jacke finde ich zusammen mit der Jersey Hose im Trainingslook wunderbar. Genau so gut stelle ich sie mir, elegant kombiniert über dem leichten Chiffon Top vor. Erwähnte ich, dass ich High Low Säume sehr gerne mag? 😉

Adia SR15Adia10Adia SR11

Adia SR12

Die nachfolgenden Teile möchte ich dir, der Vollständigkeit halber auch zeigen, obwohl ich persönlich bei Ethno und Batik Themen, so wie zu damenhaften Casuals raus bin.

Adia SR

 

Adia SR9

Adia Weste

Adia Messe2

Adia Messe1

Leider wird es keinen eigenen online Shop geben. Ihr könnt die Mode im örtlichen Einzelhandel kaufen. Händler im Norden sind z.B L&T Ruby’s Osnabrück, Stackmann Buxtehude, Crisby Hamburg, 42+ Grosse Mode in Oldenburg online könnt ihr über Navabi bestellen.

Wie der Zufall es wollte, wurde bei Adia am Tag meines Besuches, die zweite Kollektion angeliefert. Wenn ich euch mit meinem Beitrag neugierig gemacht habe, dann bleibt am Ball. Morgen gibt es eine sneak peek der frischen, zweiten Kollektion, die ich persönlich noch gelungener finde.

Curvy is Sexy heute: Yoek

Auf den 1. Blick wirkt die Mode der niederländischen Firma eher Damenhaft. Kaschierende, umspielende Schnitte, die zwar vielen unterschiedlichen Figurtypen schmeicheln wird, aber das Herz einer Fashionista nicht zum schneller schlagen anregt.  Schaut man sich auf der Homepage aber in Ruhe um, wird schnell klar, dass Yoek mit ihren Tochterlabels durch aus sehr unterschiedliche Geschmäcker bedienen kann. Durch die Sparten Sport und Miss Y ♥ Yoek gelingt ein sehr vielfältiger Querschnitt, der sich nicht so leicht auf eine Zielgruppe festlegen lässt.

Dass die Herbstkollektion im Verhältnis sehr dunkel bis grau ausgefallen ist, fand ich persönlich Schade. Dabei beweist Yoek sonst ein sicheres und sehr mutiges Händchen im Umgang mit Farbe. Dennoch kommt eins meiner Lieblingsoutfits der Curvy von Yoek und es ist schwarz. Ein Widerspruch, ich weiß. Aber ich liebe diese Fransen Teile im Hippie- und Bohemian-Style. Zusammen mit der Tasche in Kamera Optik, spricht es mein Blogger Herz natürlich doppelt an.Yoek9

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Ich gebe zu, die Halbwertzeit der PU-Mischhose hat ihren Zenit modisch gesehen eigentlich bereits überschritten. Ich mag sie trotzdem immer noch sehr gerne sehen und auch tragen. Außerdem gab es auf dem Laufsteg eine tolle Jeans im destroyed Look, die ich auf meinen Fotos aber nicht einfangen konnte und sie darum aus dem Katalog abfotografiert habe. Wer erinnert sich noch an die „Domestos“ Levis Ende der 80er ? So aufgearbeitet, verliert mein diesbezügliches Trauma gar seinen Schrecken 😉 Haben will!

Yoek KAtalaog

Ebenfalls sehr sehenswert fand ich die Sportkollektion. Hochwertige Materialien garantieren absoluten Comfort. Neben den rein funktionellen Teilen, finden sich auch modische Stücke, die sich ganz easy zu einem gelungenen Streetstyle Outfit kombinieren lassen.

Yoek

Übrigens, an die Animal Print Liebhaber, guckt euch das an! Mich kann man mit Tierprints eigentlich jagen, aber Schneeleopard?! Geil! Es wird auch Hosen und Röcke geben. Ich liebäugele mit der Hose um mal ein „Out of my comfort Zone“  Look damit zu stylen. Yoek Katalog1

Yoek Leo

Wer keine Lust auf „Wegwerfbekleidung“ hat, der findet bei Yoek sehr gut verarbeitete Mode, aus hochwertigen Materialien, zu einem der Qualität angemessenen Preis. Ich besitze einige Teile von Yoek, die sich alle unkompliziert waschen lassen und auch nach Jahren noch einen tollen Eindruck machen. Für mich ist das gerade im Basic Bereich ein Argument, mal ein paar Euro mehr zu investieren.

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Curvy is Sexy heute: Stop Staring!

Vintage Baby! Stop Staring feiert mit ihren Kleidern eine Hommage an die Weiblichkeit der 40 er und 50er Jahre.

Ich bin ein großer Fan von Pin up und der Mode aus dieser Epoche. Mich so anzuziehen kam mir aber nie in den Sinn. Zu groß ist die Sorge, „verkleidet“ auszusehen. Mit den Kleidern von Stop Staring könnte sich das jetzt ändern.

Wenn ich mir die körperbetonten Schnitte so ansehe, will ich kaum glauben, dass Stop Staring ursprünglich ein reines Plus Size Label war. Die Entwürfe schreien gerade zu: Bam, hier hast du meine Weiblichkeit, Leb damit! Stop Stairing12

„Stop Staring! hat sich der Kreation von Kleidern verschrieben, die durch originalen Vintage-Look inspiriert sind, um damit Frauen für ihre weiblichen Formen zu begeistern und sie zu ermutigen, diese mit Stolz zu zeigen.“

Firmen Gründerin Alicia Estrada

Eine wunderbare Intention, die ich mit Blick auf die gezeigten Entwürfe sehr gerne glaube. Ich hätte mir daher gewünscht, dass die Kleider den Models auch richtig gepasst hätten. Möglicherweise wäre hier Shapeware die Lösung gewesen. So bleibt bei mir die Frage offen, ob  einfach etwas zu Klein „gefittet“ worden ist oder ob die Trägerin tatsächlich mit der „knackigen“ Optik leben soll.

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Dennoch bin ich ehrlich begeistert, von den tollen Farben und den femininen Schnitten. Mir tat das Bild der Models in diesen Kleidern, im Kontrast zu all der modernen Streetwear, richtig gut. Ich habe auch beim dritten Mal noch gerne hingeguckt und dabei immer wieder neue kleine Details entdecken können.

Vor allem hatte ich den Eindruck, dass auch die Models Spaß an der Kollektion hatten. Ich bilde mir ein, dass sie sich in Stop Staring noch mal anders bewegten. Glaubt man meinen Fotos, hatten sie auch eine besondere Freude, mit den Kleidern über den Laufsteg zu flanieren. In diesem Sinne: Mädels, traut euch! Schöne Kleider, gut ausgesuchte Mode, macht etwas mit euch. Hört auf euch zu verstecken und entdeckt euer Selbstbewusstsein! Shine bright like a diamond!

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Mein Plan sah vor, im Fruchthaus Berlin vorbei zu schauen, um mal das eine oder andere Schätzchen anzuprobieren. Leider bin ich nicht dazu gekommen. Bei meinem nächsten Besuch in der Hauptstadt, steht es aber auf Nummer 1 meiner to do Liste.

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Morgen möchte ich dir hier das neue dänische Label Adia Fashion vorstellen.

Curvy is sexy heute: Studio Untold

Ich würde sagen: Kinners, ihr habt alles richtig gemacht!

Die Welle der Begeisterung tobt ganz sicher nicht zu unrecht durch die Plus Size Blogger Gemeinde. Wir alle erwarten gespannt und vermutlich mit gezückter Kreditkarte, den offiziellen Start des Online Shops im März 2015!

Das jüngste Kind der Ulla Popken Gruppe positioniert sich mit wirklich aktuellen Tends und dem Ohr direkt an der Zielgruppe.

“Life is too short to wear boring clothes” konnte man auf einem Schild am Stand lesen. Als ich es am letzten Tag fotografieren wollte, war es leider „ausgeliehen“ 😉 Ein Motto jedenfalls, das die Firma nicht nur plakativ nutzt, sondern in der aktuellen Kollektion geschickt umgesetzt hat. Es wurde auf eine gesunde Mischung von Statement Pieces, sowie Basis Teilen gesetzt, die sich untereinander geschickt kombinieren lassen. Außerdem habe ich an kaum einem anderem Stand so viel Farbe gesehen.

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Die Idee, der Mode Blogs wird bei Studio Untold nicht belächelt, sondern als echte Chance be- und sogar aufgegriffen. So wurde die bisherige Internetpräsenz im Blogformat gestaltet. Man findet DiY Projekte, eine Kolumne, sowie eine persönliche Vorstellung der Menschen hinter Studio Untold. Außerdem gibt es einen gut gepflegten Instagram Account. Näher an ihren Kunden kann eine Firma heute kaum sein.

Der Stand, obwohl für den großen Andrang ein wenig zu klein geraten, war mir einer der liebsten, weil jüngsten und vor allem der herzlichsten, der gesamten Messe. Damit ist die Marschrichtung klar: Studio Untold macht es anders!

am Stand

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Die Idee, eine Photo Booth,  aufzustellen fand ich grandios! Mit der bezaubernden und wunderschönen Carina Behrens  hatten Interessierte außerdem die Möglichkeit, ihre Lieblingsteile direkt angezogen zu bestaunen. Das Team von Studio Unhold, allen voran Verena, blieb trotz des großen Ansturmes gelassen und präsentierte die Marke wie eine gute Freundin, die mir ihre neuesten Shopping Schätze zeigt. Da macht das Fachsimpeln gleich doppelt Spaß!

Fotobooth

Das wunderbare ist, das hier Frauen arbeiten, die mit viel Herzblut ihre Marke launchen und die sich offensichtlich damit identifizieren. Ich hoffe sehr, dass sich Studio Untold in Windes Eile am Markt etabliert und der Mut der Ulla Popken Gruppe belohnt wird, neue Wege zu beschreiten. Ich bin mir sicher, dass wir in diesem Jahr noch sehr viel sehen und hören werden. Eines lässt sich ohne Umschweife resümieren: Wer in dieser Kollektion nicht fündig wird, hat wohl den Trend verpennt 😉

 

 

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Morgen kannst du hier meine Eindrücke zu Stop Staring finden.

 

Curvy is sexy heute: Adam Brody

Adam Brody, „Style had nothing to do with size“

Den sympathischen schweizer Designer hatte ich bis zur Curvy gar nicht auf dem Schirm. Alleine mit seinem Slogan, spricht er allen modebewussten Plus Sizerinnen der Welt aus der Seele.

Glaubt man seiner Homepage und seinem Vertreter am Messestand, ist es ihm eine Herzensangelegenheit, Mode für kurvige Frauen zu entwerfen. Die Liebe zu seiner Frau ist dabei seine Inspiration. Was soll ich sagen? Genau das nehme ich ihm sofort ab! Seine Entwürfe wirken nämlich alles andere als Lieblos. Sie zeugen von der Leidenschaft zur Mode, Material und zum Design. Bisher war es so, das ich Plus Size Linien anderer Designer als gut gemeint, aber selten als gut gemacht wahrgenommen habe. Es wäre mehr als wünschenswert, wenn wir mehr Designer wie Adam Brody hätten. Designer, die Plus Size nicht lieblos als Nische ansehen, sondern sie als eigenständige Möglichkeit begreifen, kreativ zu arbeiten und sich mit ganzem Herzen darauf einlassen.

Ich empfinde seine Kollektion wie ein teures, seltenes Parfüm. Es ist speziell, kleidet ohne die Persönlichkeit der Trägerin zu verzerren und umgibt sie mit einem Hauch Luxus und Individualität. Ich freue mich sehr, dass er sich doch noch entschieden hat, seine Mode am letzten Tag auf den Runway zu schicken. Sonst wäre mir diese wunderschöne Kollektion wohl entgangen.

Adam Brody designt Mode, wie ich sie Liebe, klassisch, zeitlos, sehr elegant. Dabei versieht er seine Entwürfe mit genau der richtigen Priese Extravaganz, um nicht langweilig oder beliebig zu wirken. Es gelingt ihm, hochwertige Stoffe und außergewöhnliche Schnitte, so zu kombinieren, dass er das an sich fade Basic Thema aus der Langeweile Schublade holt. Damit hat er sich auf meiner persönlichen Must have Liste, ganz nach oben Katapultiert. So trifft es sich gut, dass ich über Ostern in der Schweiz sein werde und es hoffentlich einrichten kann, seinen Laden zu besuchen.

Adam, ich möchte ein Kleid von dir! Oder ein Cape oder den tollen Wickelgürtel oder eine Bluse oder, oder 😉 Wir werden sehen, wofür der Inhalt meines Sparschweins reicht, wenn der Franken nach der Entkoppelung vom Euro weiter so dreist zulegt.

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Als nächstes stelle ich dir meine Eindrücke von Studio Untold vor.

Curvy is sexy, meine Gedanken

Berlin! Immer eine Reise wert. Wenn die Fashion Week gastiert, pulsiert die Stadt noch etwas schneller, neue Trends werden geboren, es ist noch ein bisschen bunter und an jeder Ecke feiern Macher, Models, Einkäufer und Blogger, sich selber und ihre Kollektionen. In diesem Zusammenhang habe ich zwei interessante, facettenreiche Tage auf der „Curvy is sexy“ erlebt.

Die Messe war für meinen Bedarf wunderbar organisiert. Ich mochte die Location, weil sie sehr übersichtlich zu begehen war und Firmen und Besuchern ausreichend Platz bot. Über die etwas isolierte Lage auf der Insel Eiswerder kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein. Einige Besucher monierten, das sie etwas weit ab vom Schuss lag und damit die unkomplizierte Anbindung zur den übrigen Locations der Fashion Week fehlte. Etwas bedauerlich ist auch die fehlende Möglichkeit, „mal eben“ unabhängig vom angebotenen Catering etwas Essen zu gehen. Durch den angebotenen Shuttle Service, in Form von Stretchlimosinen für mich aber ein zu verschmerzender Faktor.

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Der für meinen Geschmack weit aus größere Wermutstropfen, waren die immer gleichen Runway Shows. Ich hätte mir hier deutlich mehr Abwechslung gewünscht. Leider waren längst nicht alle Marken auf dem Laufsteg vertreten und die, die sich vorstellten, präsentierten an allen Tagen, zu allen Shows die selbe Ware. So schafft man keinen Anreiz, die Messe mehrtägig zu besuchen. Hey, Zizzi ich hätte dich so gerne gesehen. Eine ausführliche Vorstellung der Kollektion blieb geladenen Gästen vorbehalten. Dafür war ihr Stand ne glatte 1, nicht nur wegen der phantastischen Kaffeebar. Es gab eine Wand, auf der man seine Lieblingsteile zusammenstellen und fotografieren konnte und die Kollektion wurde offen und großzügig präsentiert.

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IMG_2373Das gut gemeinte „Bloggerevent“ am letzten Tag wurde ein bedauerlicher Flop, weil kaum mehr Bloggerinnen anwesend waren. Da half auch die toll gestaltete „Bloggerbrause“ mit einem Zitat von Marilyn Monroe nicht drüber hinweg.

“To all the girls that think you’re fat because you’re not a size zero, you’re the beautiful one, its society who’s ugly.“

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Der letzte Walk bestand aus denselben Elementen der Vortage. Einzig Adam Brody, der sich kurzfristig entschieden hatte, seine Kollektion doch zu zeigen, überraschte und machte mich neugierig.

Eine tolle Idee war es, die Models am Schluss mit Schildern und Flüstertüte „bewaffnet“ durch die Halle skandieren zu lassen. Kurven sind OK! Sich zu mögen, wenn man nicht dem üblichen Schönheitsklischee entspricht ist der Weg. Das kann man sicher nicht laut genug sagen. Danke für dieses wunderbare Statement!IMG_2381

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Bei aller berechtigter Kritik, sollte man sich aber vor Augen halten, dass die große Modewoche derzeit kränkelt. Mit der ehemals wegweisenden Bread & Butter ist ein wichtiges Zugpferd Insolvent. Möglicherweise ein mahnendes Zeichen, für die Branche. Es reicht eben nicht, innovativ zu sein, bekannte Gesichter im doppelten Wortsinn „anzuziehen“ und sich in 1a Lage zu präsentieren, wenn das Geld fehlt. Von daher geht mein Dank an die Organisatoren der Curvy, die es verstanden haben, das Beste draus zu machen. Ich finde, sie haben Besuchern, wie Herstellern einen angemessen Rahmen geboten.

Es ist ein dankenswerter Umstand, alle Firmen so komprimiert vorzufinden und in aller Ruhe durch die Kollektionen stöbern zu können. Bei den meisten Firmen wurde ich, als neue Bloggerin interessiert aufgenommen. Bei wieder anderen, habe ich das Gefühl bekommen, nicht Ernst genommen zu werden. Schade, dass hier eine Gelegenheit zum Dialog verpasst wurde. Schade auch, dass ich gar den Eindruck gewonnen habe, es gibt Blogger 1. und 2. Klasse.

Ich habe eine wichtige Erkenntnis mitgenommen. Die meisten Hersteller haben so viel mehr zu bieten, als das, was die Endkundin in den Boutiquen schließlich vorfindet. Das Problem ist also weniger das Angebot, als der fehlende Mut der Einkäufer, Mode in ihrem besten Wortsinn, an die Frau zu bringen. An die Frau allerdings, die Jahre lang suggeriert bekommen hat, sich doch bitte hinter blumigen Blüschen und schwarzen Walle Zelten zu verstecken und sich daher vielleicht auch nicht aus ihrer gewohnten, „ich schäme mich für meinen Körper“- Zone, der Modeindustrie traut. Ich glaube, dass wir Blogger genau hier eine Brücke schlagen und damit eine äußerst wichtige Lücke schließen.

Neben der Mode, habe ich mich vor allem auf ein Meet & Greet mit anderen Bloggerinnen gefreut. Danken möchte ich allen voran Nicole & Martina von Rubeniablog. Die beiden haben mich wie selbstverständlich auf- und mitgenommen. Toll, dass ihr so offen gewesen seid und mir das Kennen lernen so leicht gemacht habt! Von dieser Freude und der Bereitschaft, sein knowhow zu teilen und gemeinsam zu netzwerken, hätte ich mir mehr gewünscht!

Auch die entzückende Roxi von Keks von do it Curvy  ist im wahren Leben mindestens so bezaubernd, wie es ihre Blogpostings vermuten lassen.

Mädels

Dann durfte ich noch die wunderbare Christin Thomsen treffen. Die Frau hat eine umwerfende Ausstrahlung und ist dabei völlig natürlich, herzlich und offen. Sie strahlte mit Susanne Kühl um die Wette. Zwei Plus Size Models, die ganz ohne Allüren auskommen und denen ich ganz viele tolle neue Angebote wünsche. Alle beide füllen die gerne bemühte Metapher, von der Schönheit, die von innen kommt, mit echtem Leben. Wow!

Nicht auf der Curvy, aber noch in Berlin, Klischeehaft beim Shoppen 😀 habe ich Samela kennen gelernt. Eine tolle, sehr fotogene Frau, die super offen, herzlich und nett mit mir geplaudert hat. Samela, ich wünsche dir für Paris das Beste, rock die Bude!

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Auch sehr gefreut, habe ich mich über Rhea, die ich einfach ansprechen musste, weil ich ihre Artikel auf Fischundfleisch so sehr schätze. Auf ihrer Seite findest du neben wunderbar verfassten, gesellschaftskritischen Artikeln zum Thema Selbstakzeptanz, auch ihre aktuellen Berichte zur CiS. Vielen Dank, für das Pic aus der Untold Fotobox. Es hat echt Spaß gemacht!

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Nun ist der Post etwas länger geworden und trotzdem ist es nur ein Bruchteil meiner Gedanken. Darum findest du in den nächsten Tagen meine persönlichen Highlights der Messe noch mal in komprimierter Form und zum Teil nach Firmen geordnet.

Den Anfang macht Adam Brody!