Outfit

Die German Curves feiern den Festival Look

Ich war nie der Typ für Festivals. Ich benötige einfach ein Mindestmaß, an sanitären Möglichkeiten. Dixis und ungepflegte Gemeinschaftsduschen gehen für mich nicht. Außerdem tue ich mich von je her schwer mit großen, mehr oder weniger, enthemmten Menschenmengen. Das ist mit dem Alter nicht besser geworden 😉 Du siehst, dieses German Curves Thema, ist eigentlich so gar nicht meins. Eigentlich! Denn was ich neben der Mode wunderbar finde, ist der Spirit, den Festivals wie Coachella oder Holi verströmen. Das friedliche Miteinander von so vielen Menschen ist ein wunderbares Zeichen, in Zeiten, in denen die Medien voll sind, von so viel Gewalt und menschlichen Tragödien. Festival - 1 (4) Zugegeben, mein gewählter Look ist im realen Leben eher weniger Festival tauglich. Weiß ist nicht unbedingt die Farbe, mit der man drei Tage über ein wahlweise staubiges oder matschiges Festival Gelände wandern sollte. Festival - 1 (3) Für mich geht weiß trotzdem in Ordnung, weil mein persönliches Festival zu Hause statt findet, mit handgemachter Musik, meinen Blumen im Garten und ganz viel Sonnenschein.Festival - 1 (9) Die Asos Bluse erinnert mich an den indischen Einfluss in der Hippie Bewegung. Das mochte ich schon immer. Weite, bequeme Schnitte, farbenfroh und unkompliziert. Die knielangen Kurtas werden in Indien traditionell überwiegend von Männern getragen. Kurtas werden im Alltag genau so getragen wie, reich bestickt und aus hochwertigen Stoffen gewebt, zu besonderen Anlässen. Die gehäkelte Palazzo Hose ist ein ganz besonderer Hingucker und gibt meinem Look diesen kleinen Twist Boho. Außerdem habe ich mich bewusst für einen schwarzen BH entschieden. Den könnte man auch durch einen bunten Bikini ersetzen.  Festival - 1 (6) Den Weg zurück in die Neuzeit ebnen meine Birkenstocks mit der holographischen Oberfläche. Bequem und trendy. Schön, wenn Schuhe so etwas können.Festival Schuhe - 1Weil der Look so pur ist, habe ich beim Augen Make up etwas dicker aufgetragen. Die Idee dafür stammt von der Youtuberin Ebru, deren Make up´s ich zusammen mit ihrer quirligen Art sehr schätze. Diese Amu trage ich im Sommer oft und gerne. Es macht mir gute Laune und langweilt mich nicht. Das Holi Festival mit seinen Farbexplosionen lässt grüßen.

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Hose und Bluse: Asos

Schuhe: Birkenstock

Fransentasche: Hallhuber

Schmuck & Hut: H&M

Brille: New Yorker

Wenn du Lust auf mehr Inspiration zum Festival Thema hast, dann schaue doch bei den anderen Mädels von German Curves vorbei. Es lohnt sich, es sind viele schöne Outfits zu sehen. Auch auf Instagram wirst du unter dem #germancurves fündig.

Ich würde mich freuen, wenn du mich in den Kommentaren wissen lässt, welches Festival dich reizen würde. Oder bist du so wie ich, eher ein Festival Muffel? Welche Musik müsste es dann sein, die dich aus deiner Komfort Zone locken würde?

Ich freue mich sehr über einen Austausch und hoffe dir hat mein Look gefallen. Schön, dass du hier bist!

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Ein modischer Vokuhila?!

Mantamatte, Nackenspoiler oder Vokuhila…..gibt es hier jemand der sich erinnern möchte? 😉 Für mich gehört diese Herrenfrisur neben Dauerwelle, Schulterpolstern, Puffärmeln und Karottenhosen, zu den eher verdrängungswürdigeren Entgleisungen der 80er Jahre.

Wie gut das Studio Untold sich meinem Trauma 😉 angenommen hat und mit diesem Shirt zeigt, dass „vorne kurz hinten lang“ auch modisch sein kann. Ich hatte das Shirt auf der Curvy bereits auf dem Laufsteg bewundert. Ich mochte die Kombi mit Gürtel und der kurzen Hose sehr und werde das sicher im Sommer auch mal so tragen.Studio Untold5

Jetzt zum Übergang habe ich aber lieber eine Jeans gewählt und das Shirt einfach in den Bund gesteckt. Es ist sehr bequem und trotzdem ein lässiger Hingucker. Untold2

Die Hose stammt aus der Maite Kelly Kollektion von Bonprix. Ich hatte sie völlig verdrängt und mich gefreut, sie in meinem Schrank quasi wieder zu entdecken. Während des Shootings ist mir allerdings wieder eingefallen, warum ich sie nicht anziehe. Die Reißverschlüsse! Sie gehen an meinen Bon Prix Jeans ständig wie von Geisterhand auf. Das nervt. Liebes Bon Prix Team, ich zahle gerne ein paar Euro mehr, wenn ihr eure Reißverschlüsse verbessert. Das Hantieren mit Sicherheitsnadeln ist sicher nicht im Sinne des Erfinders 😉

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Ich werde ja nicht müde zu betonen, das ich keine Animal Prints mag. Jedenfalls mag ich es bisher nicht an mir. In die Reptilien Optik der Cinque High Top Sneakers habe ich mich aber Schock verliebt. Eine langsame Annäherung an das Thema findet bei mir als von Toe to Head statt 😉

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Die Celine Knot Bag habe ich von Sylt mitgebracht. Ich liebe sie auf Grund ihrer vielseitigen Optik und der Farbe. Außerdem ist die Lederqualtiät ein wahrer Traum. In Zeiten in denen auch High End Brands gerne ihre Margen verbessern, in dem sie mäßigere Qualitäten zu hören Preisen verkaufen, kann ich Celine nur empfehlen.

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Vokuhila Shirt: Studio Untold

Jeans: Bon Prix

Gürtel: Hermès

Schuhe: CINQUE

Tasche: Celine

Kette: H&M

Ringe: Mango

Armreifen: Mango

Wie ist es mit Dir? Hast du Erinnerungen an die 80er? Welche Epoche hat dich am meisten geprägt und hast du auch das ein oder andere modische Trauma? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Studio Untold makes me Jump

Heute möchte ich dir ein erstes Teil aus meiner Studio Untold Bestellung zeigen. Der Jumpsuit hatte es mir, neben dem Tüllrock auf der Curvy, eigentlich am meisten angetan. Ich liebe diesen Trend. Jumpsuits sind wandelbar, bequem und modisch. Da bildet auch dieser Jeans Jumper keine Ausnahme. An diesem Tag habe ich ihn zum Shoppen gehen, eher sportlich kombiniert. Leider hat er die Autofahrt nach Bremen nicht Knitterfrei überstanden. Das finde ich aber bei diesem Look nicht so tragisch.

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Eigentlich habe ich erwartet, dass die Sachen von Studio Untold, etwas kleiner ausfallen würden. Darum hatte ihn mir vorsorglich eine Nummer Größer bestellt. Ich glaube, in meiner eigentlichen Größe 48, hätte er es auch getan. Das Oberteil ist trotz meiner Oberweite, etwas zu lang. Dabei habe ich mit 172 eine Durchschnitts Größe. Ich werde wohl die Träger etwas kürzen müssen. Vielleicht rutscht dann auch der Abnäher, etwas mehr in die Richtung, in die er eigentlich gehört. Ungünstig gesetzte Abnäher sind für mich persönlich ein riesiges Ärgernis. Dass das Oberteil etwas zu lang ist, wäre nämlich mit einem etwas dezenter oder anders angesetztem Abnäher, gar nicht aufgefallen. Ich mag den Oversized Look, darum habe ich ihn in der Größe behalten. Studio8

Die Marke der Sneaker ist bei mir seit den 90ern fest gelegt. Ich bin der Adidas Typ. Damals kaufte ich mir meine ersten Gazelle und Sambas. Als ich aber diese High Top Sneaker von Nike bei Sarenza gesehen habe, war es um mich geschehen. Da musste ich einfach mal Fremd gehen 😉

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Die Kette, die ich bei meinem letzten Berlin Besuch bei Cos gefunden habe, war ebenfalls Liebe auf den ersten Blick. Cos gehört für mich neben Zara und Hallhuber zu den Marken, die ich mir dringend in Plus Size wünschen würde. Das ist tragbare Mode, ohne gewollt und aufgesetzt zu wirken. Cos ist pur, edel und trotzdem haben sie immer diesen Twist Extravaganz, der ihre Kollektionen aus der Masse abhebt.Studio6

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Wie ist es bei dir? Magst du Jumpsuits? Wie kombinierst du sie?  Hast du Lust of einen zweiten Look mit dem Jumper? Hier stehen noch ein paar Clogs und ein Spitzenoberteil 😉 Über ein Kommentar würde ich mich freuen.

Jumpsuit: Studio Untold

Pullover: Open End über Navabi

Sneakers: Nike über Sarenza

Kette: Cos

Brille: Ray Ban

Strandspaziergang auf Sylt

Dass ich die Insel liebe, habe ich  hier ja schon mal erwähnt. In diesem Jahr waren wir erstmalig zum Biikebrennen auf Sylt.Sylt Handy9

Der 21. Februar ist für die Insulaner so etwas, wie ihr Nationalfeiertag. Die lang gepflegte Tradition der Biikefeuer ist vermutlich keltischen Ursprunges. Später dienten sie den Frauen der Walfänger, am Petritag, als Abschiedsgruss an ihre ausfahrenden Männer. Die Feuer entlang der Inseln und Küste sollte ihnen sicheres Geleit symbolisieren. Bösartigen Gerüchten zu folge, haben die Insulanerinnen den männlichen dänischen Nachbarn mit den Feuerzeichen signalisiert, dass sie nun wieder alleine auf ihren Höfen sein werden. Egal, wie alt und welchen Ursprung das Biikebrennen wirklich hat, seit Dezember 2014 gehört es zum Kulturerbe der UNESCO.
Insulaner und Gäste treffen sich an festgelegten Punkten mit den s.g Biike Fackeln und laufen gemeinsam durch die Dünen Richtung Feuerplatz. Dort angekommen erschallt der Ruf „Tjen di Biiki ön“ (zünde die Biike an) und der mühsam, von Dorfjugend und Feuerwehr aufgetürmten Scheiterhaufen, geht in Flammen auf. Keine Biike ohne die Sylter Hymne „Üüs Söl’ring Lön„. Wer dabei nur Bahnhof versteht, braucht sich nicht schämen. Sölring oder Sylterfriesisch ist eine ganz eigene Sprache und hat auch mit dem Friesischen Plattdeutsch nicht viel gemein. Verliert die Biike ihre Feuerkraft, verteilen sich die Menschen in alle Winde und genießen in ihren Lieblingslokalen und Restaurants zünftigen Grünkohl mit Schweinebacke, Kochwurst und Bratkartoffeln. Ohne Reservierung, geht da übrigens nichts. An diesem Wochenende ist nämlich noch mal Hauptsaison, bevor Sylt bis Ostern wieder zurück in den Winterschlaf sinkt.
Leider hatten wir wenig Glück mit dem Wetter. Es war sehr wechselhaft und windig. Darum kann ich euch leider vom Feuer keine Fotos zeigen. Dafür entschädigte uns die Sonne am Sonntag und machte uns so den Abschied besonders schwer. Wir haben die Schönwetterlücke genutzt und sind vor unserer Abreise noch kurz zum Ellenbogen gefahren. Für ein paar Fotos hat es gereicht und so zeige ich dir meinen Reisedress und ein paar Handyfotos vom Strandspaziergang 😉Sylt Handy1

Ich bin ganz verliebt in diesen Cadigan im Kimono Stil von Yoek. Den wollte ich schon lange mal zeigen. Hier verbindet sich meine Leidenschaft für Strickjacken, Ponchos und Capes in nur einem Teil. Bei Navabi ist er übrigens gerade im Sale zu haben. Zusammen mit meiner Lieblings PU Hose die ich auch bei Navabi gefunden habe. Ich mag die Applikationen. Damit sticht sie in der Masse dieser Hosen einfach hervor. Auch meiner Statement Kette von Zara werde ich einfach nicht überdrüssig.

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Cardigan: Yoek; Pullover: Bonprix; Hose:Navabi

Tasche und Sonnenbrille: Louis Vuitton; Schuhe: Tamaris; Armband: Tiffany&Co.; Ring: &other StoriesSylt Handy4

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Mantel: Sportalm; Gummistiefel: Hunter; Tuch und Sonnenbrille: Louis Vuitton

Wie ist es mit Dir? Hast du auch so einen besonderen Flecken Erde, der dir am Herzen liegt? Ich würde mich freuen, wenn du mir in den Kommentaren davon erzählst.

 

Bon Prix Maite Kelly

Eigentlich ist die am 9. Oktober 2014 gelaunchte Maite Kelly Kollektion von Bonprix unter Plus Size Bloggerinnen bereits ein alter Hut. Trotzdem möchte ich meinen Beitrag noch nachreichen, schließlich sind viele Teile online nach wie vor erhältlich und ich finde, die lohnen sich.
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bonprix8Ich liebe den Rock, der mit dicker Strumpfhose und meinen Lieblingsstiefeln kombiniert auch an kalten Wintertagen noch sehr gut geht.

bonprix12Der „glockige“ Schnitt ist etwas besonderes und lässt sich sehr vielseitig kombinieren. Der Hahnentritt Kurzmantel wirkt durch die Struktur relativ schwer, ist aber „in echt“ ein sehr dünnes Stöffchen. Ich mag den Schnitt und Preis-Leistungs Sieger ist er oben drein.bonprix

Bei uns ist der Winter immer noch nicht eingezogen und die Temperaturen bewegen sich deutlich im Plus Bereich. Da hatte ich Lust, die  Teile noch mal aus dem Schrank zu kramen. Leider habe ich den dazugehörigen Rollkragenpullover falsch gewaschen, deswegen musste ein ärmelloser Ersatz von Asos Curve her halten. Das wäre mir im „echten“ Leben natürlich zu kalt. Den ursprünglichen Pulli, mit langem Ärmel, würde ich aber durchaus im Moment genau so tragen.bonprix17

Außerdem habe ich den Rock mit einer meiner liebsten Jacke von Betty Barclay noch mal etwas anders kombiniert. Ich trage sie sehr gerne als Blazer Ersatz zu allen möglichen und unmöglichen Anlässen. bonprix1Die Rebecca Minkoff Tasche war ein unüberlegter Schnellschuss. Aber was soll ich sagen? Sie ist eine große Liebe geworden. Hier stimmt das Preis – Leistungs Verhältnis auf ganzer Linie. Das Leder ist von guter Qualität, so wie die komplette Verarbeitung. Außerdem mag ich das Design mit den 3 Zippern. Das wird definitiv nicht meine letzte Tasche von ihr bleiben.

bonprix3Früher, so mit 20, konnte man mich mit Perlen jagen. Mittlerweile liebe ich sie und bin „Doppelperlen“ Süchtig. Ich mag vor allem das Armband von Hallhuber und den Ring von Zara, auch wenn sie nicht echt sind. Die beiden sind zwar im selben Look, aber zusammen getragen doch etwas „too much“. Ich war aber noch nie ein „entweder-oder-Mädchen“ und so mussten sie trotzdem Beide mit 😉

Nun warte ich gespannt, ob hier der Herbst nahtlos in den Frühling wechselt oder ob wir uns auch noch über ein paar Tage Schnee freuen dürfen. Wie ist es mit dir? Schnee ja oder lieber nicht?

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bonprix4Hahnentritt Kurzmantel: Bonprix; Ärmelloses Rollkragen Top: Asos Curve; Rock:Bonprix; Tasche:Rebecca Minkhoff; Armreif:Hallhuber; Ring:Zara; Materialmix Jacke: Betty Barclay; Stiefel: über Navabi   

Besser spät, als nie….

Meine für Weihnachten geplanten Posts standen irgendwie unter keinem guten Stern. Der ärgerlichste Grund ist mein Laptop. Ich vermute, dass sich die Festplatte so langsam ins Nirvana verabschiedet. Seit Neustem möchte er meine Speicherkarte nicht mehr lesen. Genau genommen, liest er sie nur an den Tagen aus, an denen die Sonne-Mond Achse in einem für ihn günstigen Winkel zur Erde steht 😉 Außerdem habe ich nicht immer jemand, der mich fotografiert. Wenn sich dann doch mal jemand bereit erklärt, war das Wetter mies oder es gab kein Licht.

Für diesen Outfitpost hatte ich zwar jemand, der willens war Fotos zu machen, bedauerlicherweise wurden die Fotos aber nicht gut. Mir fehlte eigentlich auf fast jedem Foto entweder die Beine oder der Kopf. Bei den Fotos, auf denen ich ganz zu sehen bin, gab es Probleme mit Schärfe und Kontrast und die Posen sind eher keine 😉

Dennoch möchte ich die magere Ausbeute mit dir teilen, weil dieses Outfit etwas ganz Besonderes für mich ist. Red Dress2

Ich träumte schon immer von so einem Kleid. Eng, knielang mit Schleife am Hals und Rot. Ich hatte mal so eines, als ich noch schlank war. Ich habe es aber niemals „öffentlich“ getragen, weil ich mich zu fett dafür fühlte. Es war ein Kleid in Größe 36. Irgendwann habe ich es weg gegeben, aber nie vergessen. Ich habe auch nie vergessen, dass mir damals das Selbstbewusstsein für dieses Kleid fehlte. Ich habe nie vergessen, dass ich mich nicht schön, nicht sexy genug dafür fühlte und was das mit mir gemacht hat. Es nagte an mir und vergiftete mein Selbstbild.

Als ich kürzlich bei Asos Curve genau so ein Kleid entdeckte, bestellte ich es mit. Aus Nostalgie vielleicht. Ich dachte jedenfalls nicht, dass ich es behalten würde. Mir war vorab klar, dass es sicher nicht „vorteilhaft“ ist. Es kaschiert rein garnichts, aber es ist ein Symbol für meinen Mut. Den Mut dieses Kleid selbstbewusst zu tragen. Warum soll ich verstecken, was und wer ich bin? Warum soll ich verleugnen, was zu mir gehört? Wer darf entscheiden, was schön und was sexy ist? Wann bin ich je „richtig“ für so ein Kleid? Das alles sind die Fragen, die dieses Stück Stoff in mir aufgeworfen hat.

Die Antwort ist so simpel zu beantworten, wie schwierig zu verinnerlichen. Ich bin „richtig“ genau in dem Moment, wo ich mit mir im Einklang bin! In dem Augenblick, in dem ich mich selber mit Wohlwollen betrachten kann, obwohl ich nicht perfekt bin. Wohlwollend auch meinem kranken Körper gegenüber, der nicht funktioniert, wie ich es gerne hätte, den ich darum schon verurteilt und abgelehnt habe und der nicht dem üblichen Schönheitsideal entspricht. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass mir mein Übergewicht „egal“ wäre. Fakt ist aber, dass ich mich schon immer als zu fett empfunden habe. Paradoxerweise selbst mit Größe 36-38. Jetzt wo ich tatsächlich dick bin, relativiert sich Vieles. Mir ist bewusst geworden, dass das Gefühl, zu dick zu sein, nur das Symptom für die Tatsache ist, dass ich mich selber nicht „richtig“, nicht hübsch, nicht gut genug fühle. Ich habe durch dieses paradoxe Empfinden gelernt, dass es wichtig ist, mich selber zu mögen. Andere Menschen werden mich immer innerhalb ihrer Schubladen be-und verurteilen. Das ist so, seitdem ich zugenommen habe, das war so, als ich noch schlank war. Vielleicht war ich damals nicht zu dick, aber möglicherweise zu laut, zu brünett oder zu direkt. Jetzt wo ich offensichtlich übergewichtig bin, mache ich es den Menschen lediglich leichter, mich in eine Schublade zu sortieren. Wie einfach! Aber eines ist mir  dadurch klar geworden: Ich kann es anderen nie wirklich Recht machen! Aber mir selber kann ich es Recht machen, weil ich dieses Kleid liebe und es darum trage. Ich kann die Entscheidung treffen, mich zu mögen, egal was Andere über mich denken. Die Meinung Anderer kann ich nicht ändern. Das ist auch nicht mein Job. Es ist ihr Problem, wenn sie mich in Schubladen stecken, nur weil ich in ihren Augen nicht „dieses“ oder „jenes“ bin. Es entgeht ihnen dadurch möglicherweise ein ganz besonderer, wunderbarer Mensch. Vielleicht würden wir uns aber auch nicht „grün“ sein, das läge aber bestimmt nicht wirklich an meinem Gewicht sondern an viel grundlegenderen Faktoren, die aber nun einmal nicht so offensichtlich sind, wie mein dicker Po.

Was sagt mein Übergewicht denn über mich aus? Was sorgt für diese, oft offen gelebte Ablehnung Übergewichtiger in der Gesellschaft? Ich bin kein anderer Mensch, nur weil ich zugenommen habe und ich bin es leid, mich dafür zu rechtfertigen, mich zu schämen oder mich schlecht zu fühlen. Ich bin, wer ich bin, mit meinen Kurven und ich wünsche jeder Frau, dass sie sich selber lieben lernt, egal womit sie gerade hadert. Ich arbeite weiter daran. Das ist mein Vorsatz für 2015.

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Kleid: Asos Curve; Blazer: H&M+; Tasche: Michael Kors; Armreif: Asos; Ring: YSL; Schuhe: Stuart Weitzman

Dank Essi Blanc sind mir auch Danys Nikolausmützennägel besser gelungen und passen wunderbar zu dem Kleid.

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Weihnachtsmützen

 

I Love……

 

Im Herbst lebe ich eine ganz große Liebe aus. Strickkleider!

Sie sind wunderbar wandelbar und einfach herrlich bequem. Mit dicker Strickstrumpfhose trotze ich damit auch den 1. kalten Wintertagen.

Heute zeige ich dir ein grünes Strickkleid von Bonprix, in drei unterschiedlichen Interpretationen. Strickkleider sind auch auf Reisen eine gute Wahl. Mit so einem Basic, in diversen Kombinationen, bin ich immer gut angezogen und spare viel Platz im Koffer.

Das 1. Outfit ist mein Liebstes. Die alte Kunstlederjacke im 60er Jahre Biker-Look, habe ich mit einer Kunstfell Weste von C&A aufgepimpt. Als Kragen für das Kleid, habe ich einen Loop mit Beschichtung von Opus gewählt. So behält es einen Blickfang, wenn ich die Jacke ausziehe. Über die Stiefel, die ich bei Navabi gefunden habe, freue ich mich am meisten. Wie lange habe ich nach passenden Stiefeln gesucht….

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Kleid: Bonprix; Bikerjacke: H&M; Fellweste: C&A; Loop:Opus; Armreif: Hallhuber; Ring: &other Stories; Stiefel: Navabi

 

Das nächste Outfit mag ich ebenfalls sehr. Zusammen mit meiner neuen Lieblings- Strickjacke von Rich&Royal und den derben UGG Boots gebe ich dem Strickkleid einen „casual Sunday“ Anstrich. Bequemer geht es nicht.

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Kleid: Bonprix; Strickjacke: Rich&Royal; Stiefellette: UGG; Statement Kette: Zara; Ring: &other Stories

 

Mit der schwarzen Fake Fur Weste von Ulla Popken und den Wildleder Stiefelletten bin ich schnell und unkompliziert angezogen. Meine Louis Vuitton Pochette dazu und go. Ein nettes Outfit für den Abend mit Freunden.

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Kleid: Bonprix; Weste: Ulla Popken; Tasche: Louis Vuitton; Stiefellette: Belmondo; Ring: &other Stories; Armband: Hallhuber 

Alle vorgestellten Stücke in diesem Post sind selber gekauft!

Entliebt?!

Kennt ihr das? Teile die man ewig geliebt hat, seiner Zeit unbedingt haben wollte und die man nicht los lassen kann, obwohl man sie eigentlich bereits gehörig über hat?

So geht es mir aktuell mit UGG Boots. Ich trage sie seit gefühlten 15 Jahren die letzten sind bereits über 5 Jahre alt. Ich bin ihnen sehr Dankbar, denn sie haben mich durch meine Schwangerschaft getragen als die meisten meiner Schuhe nicht mehr bequem waren. Sie haben meine Füsse jederzeit warm und cosy gehalten und standen irgendwie immer da, wo ich sie gerade brauchte. Nun, mittlerweile sind sie einfach ausgelatscht. Das schiefe ablaufen der Sohlen hat sie dahin gerafft. Die UGG Krankheit quasi. Schade eigentlich, weil der Oberschuh noch völlig OK ist. Der Tip mit dem Fussbett ist gut aber ich trug sie gerne auch mal Barfuss und habe dann irgendwann die Sohle weg gelassen.

Also habe ich gar nicht gross nachgedacht. Natürlich müssen neue her. Ich schaute mir Modelle an und ging gezielt los. Nun war diese Shopping Tour aber eher Ernüchternd. Ich musste nämlich fest stellen, das ich eigentlich keine Lust mehr auf die Lammfell Treter habe. Was ist da Los? Ungläubig bin ich nach Hause gefahren und habe mir dann doch online ein Paar gekauft. Ich fühlte mich dabei wie ein bockiges Mädchen das dem Barbie Alter entwachsen ist und sich trotzdem noch ein letztes mal eine Puppe kauft. Wohlwissend das sie eigentlich lieber ein Paar 1. Pumps oder einen roten Lippenstift hätte.

Wie dem auch sei, mit dem Modell Carter ist es ein Paar geworden, das ich in dieser Form noch nicht hatte und ich so auch eher selten auf der Strasse gesehen habe. Was soll ich sagen…. Ich mag sie, sie sind anders, sie sind bequem, sie sind warm, sie stehen im Flur neben den alten und was ist? NIX!

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Ich habe sie bisher mit Missachtung gestraft. Na ja, nicht ganz. Wie ihre Vorgänger habe ich ihnen ein Fussbett gegönnt und sie imprägniert. Getragen? Nicht wirklich! Ich habe sie sogar 2-3 Mal wieder ausgezogen obwohl ich sie bereits an hatte und schon aus der Türe war. Das wäre mir früher nie passiert. Da habe ich sie sogar angezogen obwohl ich meiner besten Freundin von so einer Kombi Tod sicher abgeraten hätte.

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Sorry UGG´s, nicht böse gemeint. Ich hoffe sehr, die Liebe kehrt mit den 1. richtig kalten Tagen wieder zurück.