Curvy is sexy, meine Gedanken

Berlin! Immer eine Reise wert. Wenn die Fashion Week gastiert, pulsiert die Stadt noch etwas schneller, neue Trends werden geboren, es ist noch ein bisschen bunter und an jeder Ecke feiern Macher, Models, Einkäufer und Blogger, sich selber und ihre Kollektionen. In diesem Zusammenhang habe ich zwei interessante, facettenreiche Tage auf der „Curvy is sexy“ erlebt.

Die Messe war für meinen Bedarf wunderbar organisiert. Ich mochte die Location, weil sie sehr übersichtlich zu begehen war und Firmen und Besuchern ausreichend Platz bot. Über die etwas isolierte Lage auf der Insel Eiswerder kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein. Einige Besucher monierten, das sie etwas weit ab vom Schuss lag und damit die unkomplizierte Anbindung zur den übrigen Locations der Fashion Week fehlte. Etwas bedauerlich ist auch die fehlende Möglichkeit, „mal eben“ unabhängig vom angebotenen Catering etwas Essen zu gehen. Durch den angebotenen Shuttle Service, in Form von Stretchlimosinen für mich aber ein zu verschmerzender Faktor.

Curvy

Der für meinen Geschmack weit aus größere Wermutstropfen, waren die immer gleichen Runway Shows. Ich hätte mir hier deutlich mehr Abwechslung gewünscht. Leider waren längst nicht alle Marken auf dem Laufsteg vertreten und die, die sich vorstellten, präsentierten an allen Tagen, zu allen Shows die selbe Ware. So schafft man keinen Anreiz, die Messe mehrtägig zu besuchen. Hey, Zizzi ich hätte dich so gerne gesehen. Eine ausführliche Vorstellung der Kollektion blieb geladenen Gästen vorbehalten. Dafür war ihr Stand ne glatte 1, nicht nur wegen der phantastischen Kaffeebar. Es gab eine Wand, auf der man seine Lieblingsteile zusammenstellen und fotografieren konnte und die Kollektion wurde offen und großzügig präsentiert.

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IMG_2373Das gut gemeinte „Bloggerevent“ am letzten Tag wurde ein bedauerlicher Flop, weil kaum mehr Bloggerinnen anwesend waren. Da half auch die toll gestaltete „Bloggerbrause“ mit einem Zitat von Marilyn Monroe nicht drüber hinweg.

“To all the girls that think you’re fat because you’re not a size zero, you’re the beautiful one, its society who’s ugly.“

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Der letzte Walk bestand aus denselben Elementen der Vortage. Einzig Adam Brody, der sich kurzfristig entschieden hatte, seine Kollektion doch zu zeigen, überraschte und machte mich neugierig.

Eine tolle Idee war es, die Models am Schluss mit Schildern und Flüstertüte „bewaffnet“ durch die Halle skandieren zu lassen. Kurven sind OK! Sich zu mögen, wenn man nicht dem üblichen Schönheitsklischee entspricht ist der Weg. Das kann man sicher nicht laut genug sagen. Danke für dieses wunderbare Statement!IMG_2381

Curvy is Sexy6

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Bei aller berechtigter Kritik, sollte man sich aber vor Augen halten, dass die große Modewoche derzeit kränkelt. Mit der ehemals wegweisenden Bread & Butter ist ein wichtiges Zugpferd Insolvent. Möglicherweise ein mahnendes Zeichen, für die Branche. Es reicht eben nicht, innovativ zu sein, bekannte Gesichter im doppelten Wortsinn „anzuziehen“ und sich in 1a Lage zu präsentieren, wenn das Geld fehlt. Von daher geht mein Dank an die Organisatoren der Curvy, die es verstanden haben, das Beste draus zu machen. Ich finde, sie haben Besuchern, wie Herstellern einen angemessen Rahmen geboten.

Es ist ein dankenswerter Umstand, alle Firmen so komprimiert vorzufinden und in aller Ruhe durch die Kollektionen stöbern zu können. Bei den meisten Firmen wurde ich, als neue Bloggerin interessiert aufgenommen. Bei wieder anderen, habe ich das Gefühl bekommen, nicht Ernst genommen zu werden. Schade, dass hier eine Gelegenheit zum Dialog verpasst wurde. Schade auch, dass ich gar den Eindruck gewonnen habe, es gibt Blogger 1. und 2. Klasse.

Ich habe eine wichtige Erkenntnis mitgenommen. Die meisten Hersteller haben so viel mehr zu bieten, als das, was die Endkundin in den Boutiquen schließlich vorfindet. Das Problem ist also weniger das Angebot, als der fehlende Mut der Einkäufer, Mode in ihrem besten Wortsinn, an die Frau zu bringen. An die Frau allerdings, die Jahre lang suggeriert bekommen hat, sich doch bitte hinter blumigen Blüschen und schwarzen Walle Zelten zu verstecken und sich daher vielleicht auch nicht aus ihrer gewohnten, „ich schäme mich für meinen Körper“- Zone, der Modeindustrie traut. Ich glaube, dass wir Blogger genau hier eine Brücke schlagen und damit eine äußerst wichtige Lücke schließen.

Neben der Mode, habe ich mich vor allem auf ein Meet & Greet mit anderen Bloggerinnen gefreut. Danken möchte ich allen voran Nicole & Martina von Rubeniablog. Die beiden haben mich wie selbstverständlich auf- und mitgenommen. Toll, dass ihr so offen gewesen seid und mir das Kennen lernen so leicht gemacht habt! Von dieser Freude und der Bereitschaft, sein knowhow zu teilen und gemeinsam zu netzwerken, hätte ich mir mehr gewünscht!

Auch die entzückende Roxi von Keks von do it Curvy  ist im wahren Leben mindestens so bezaubernd, wie es ihre Blogpostings vermuten lassen.

Mädels

Dann durfte ich noch die wunderbare Christin Thomsen treffen. Die Frau hat eine umwerfende Ausstrahlung und ist dabei völlig natürlich, herzlich und offen. Sie strahlte mit Susanne Kühl um die Wette. Zwei Plus Size Models, die ganz ohne Allüren auskommen und denen ich ganz viele tolle neue Angebote wünsche. Alle beide füllen die gerne bemühte Metapher, von der Schönheit, die von innen kommt, mit echtem Leben. Wow!

Nicht auf der Curvy, aber noch in Berlin, Klischeehaft beim Shoppen 😀 habe ich Samela kennen gelernt. Eine tolle, sehr fotogene Frau, die super offen, herzlich und nett mit mir geplaudert hat. Samela, ich wünsche dir für Paris das Beste, rock die Bude!

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Auch sehr gefreut, habe ich mich über Rhea, die ich einfach ansprechen musste, weil ich ihre Artikel auf Fischundfleisch so sehr schätze. Auf ihrer Seite findest du neben wunderbar verfassten, gesellschaftskritischen Artikeln zum Thema Selbstakzeptanz, auch ihre aktuellen Berichte zur CiS. Vielen Dank, für das Pic aus der Untold Fotobox. Es hat echt Spaß gemacht!

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Nun ist der Post etwas länger geworden und trotzdem ist es nur ein Bruchteil meiner Gedanken. Darum findest du in den nächsten Tagen meine persönlichen Highlights der Messe noch mal in komprimierter Form und zum Teil nach Firmen geordnet.

Den Anfang macht Adam Brody!

 

 

15 Kommentare

  1. Deine Gedanken kann ich allesamt nachvollziehen, wenn du weisst was ich meine. So ist das eben. Derzeit bin ich einfach froh, dass es die Curvy überhaupt gibt. Wobei mich allein der Name schon stört ‚curvy is sexy‘. Generell denke ich, dass berlin sich immer mehr als Modestadt verliert und es ist sooo schade. Ich habe das Gefühl die Fashionweek ist nur noch ein Walk von Bloggern und C Promis. Die A Promis, es waren wohl höchstens 2, sind eh alle gekauft. Wirklich neues gibt es da nicht mehr. Auch bei der Plus Mode habe ich das Gefühl sie hängt min 1 Jahr hinterher. Ponchos, Capes, Fell? Hallo? Das habe ich alles dieses Jahr schon brauchen können… Naja 🙂 schön, dass du da warst und danke für deinen Bericht. Ich hoffe wir lernen uns ein ander mal kennen 😉 lg lisa aus der 2. klasse ;-P

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    1. Liebe Lisa, wenn du 2. Klasse bist dann fahre ich aber schon nicht mehr im selben Zug mit 😉 Spaß bei Seite! Danke das du verstanden hast worum es mir geht. Es nutzt nichts, man kann sich viel wünschen und sicher gibt es noch Luft nach oben….. Aber wenn wir uns jetzt mal vorstellen, dass die Curvy ihre Tore schließt, dürfen wir gucken wo wir die Firmen überhaupt noch finden. Ob es Spaß macht als Plus Sizer im normalen Fashion Week Zirkus mit zu schwimmen, muss dann auch jeder für sich selber entscheiden. LG

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  2. Hallo! Ich möchte zu Deinem Kommentar über das Angebot in den Läden etwas anmerken! Ihr Bloggerinnen empfeht immer nur Online Shops, d.h. die meisten Mädels kaufen online und falls sie doch mal in die Stadt gehen, dann zu H&M!! Ich betreibe selbst eine Boutique für Big Sizes Mädels und weiß von was ich rede. Ausserdem sind viele (noch) nicht so modemutig! Soll heißen, dass es auch für uns Einkaeufer schwierig ist modisch einzukaufen, damit sich die Kundin nicht langweilt, aber trotzdem nicht überfordert ist und dass auch noch Geld damit verdient ist, denn letztendlich ist es ein Geschäft, dass man zwar bestenfalls mit Leidenschaft betreibt, aber es muß sich auch rechnen. Ich bin schon auf so manch mutiger (Einkaufs) entscheidung sitzen geblieben. Und wie gesagt, Werbung macht Ihr ja auch nur für Online Shops, und das sind meistens große Firmen, mit denen wir kleinen Einzelhändler nicht mithalten können. Also braucht Ihr Euch auch nicht wirklich wundern! Ich kaufe speziell für meine Kunden ein, weil ich die meisten kenne und trotzdem ist es schwierig und ich darf mir keine Fehler leisten. Also, du siehst, ein bisschen komplizierter ist es schon!

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    1. Liebe Petra, vielen Dank für deinen Post und deine Gedanken.
      ich habe versucht eine Antwort zu verfassen die nicht den Rahmen sprengt. Mir will das bei diesem komplexen Thema einfach nicht gelingen. Darum befindet sich eine Fassung meiner Antwort nun auf Halde und ich denke drüber nach, das mal in einem eigenen Post zu verarbeiten. Nur eines vor ab, ich verstehe was du meinst. Ich habe im Einzelhandel gelernt und auch den Einkauf begleitet. Daher ist mir die Problematik durch aus geläufig. Auf die Frage was zu erst da war, die Henne (im Sinne von Kundin kauft keine modischen Teile) oder Ei, sie wird nicht richtig inspiriert und ihr wurde ja auch immer suggeriert, sie müsse schwarze Walle Zelte tragen ist sicher nicht pauschal zu beantworten. Das Blogger in einer eigenen Blase leben ist mir Klar. Ich würde sehr gerne den lokalen Einzelhandel stärken. Allerdings gibt es in meiner kleinen Stadt keine mir bekannte Alternative. Empfehlen kann ich halt auch nur das, was ich selber trage und wo ich selber kaufe. Eine Crux, die mir nicht gefällt aber die ich schwer ändern kann.

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      1. Hallo Christina, danke für Deine Antwort. Ich glaube es ist ein großer Unterschied, ob man als Verkäuferin arbeitet, oder selbständig und eigenverantwortlich unter Berücksichtigung aller kaufmännischer Anforderungen! Selbstverständlich will ich Deine Ausbildung nicht schmälern, aber es ist einfach etwas komplett Anderes. Denn als Selbstständige kleine Einzelhänderin zahlst Du für jeden Fehlkauf aus Deiner EIGENEN Tasche und es ist verdammt schwierig vorauszusagen, ob die Kundin tatsächlich das was sie sich HEUTE wünscht, im September auch noch will. Ihr sucht lediglich für Euch selbst was Nettes aus, aber wir, wir ziehen Viele an! Ausserdem, fällt mir auf, dass es in Euren Bloggs nie eine Rolle spielt, wo und wie die Teile hergestellt werden. Meine Kunde, z.B., sind aufgeklärt und sensibel, sie wollen keine Poly- und auch keine China-Ware, wie es in USA an der Tagesordnung ist. Zu den Firmen auf der Curvy sei noch gesagt, dass es -wie Du dankenswerterweise angemerkt hast- eine Fachmesse ist und kein Unterhaltungsevent. Jeder der dort einkauft hat eine andere Zielgruppe und die besteht halt meistens nicht aus jungen, hippen Bloggerinnen, die so wie so überwiegend im Netz einkaufen. Ich finde es ungerecht, dass auf Firmen, wie auf Veranstaltern rumgehackt wird. Es geht doch bei der Curvy nicht um ein „Wünsch Dir was“ für den Einzelnen, sondern um den Einkauf für viele unterschiedlich Kunden. Da spielt auch die Location eine untergeordnete Rolle. Wir sind froh, dass die Firmen überhaupt geballt ihre Kollektionen anbieten. Bis vor Kurzem musste man dafür um die halbe Welt reisen. Ich bin seit 15 Jahren im Geschäft und glaube mir, es ist nicht die Frage, ob zuerst die Henne oder das Ei da war. Die meisten Mädels sind nicht so mutig wie Ihr Bloggerinnen denkt. Wer eine Affinität zu Mode hat, kann all die Anderen oft nicht verstehen, aber es ist leider so, dass den meisten der Mut fehlt. Ich krieg das jeden Tag, hautnah mit. Geben tut es schon lange Zeit ALLES, aber in Deutschland spielt Mode nicht die gleiche Rolle, wie z.B. in England. Frag doch mal Anna Scholz auf der nächsten Curvy. Sie hat Ihren Shop in BERLIN wieder geschlossen, mangels Umsatz. Ich hoffe, Du nimmst mir meine Offenheit nicht krumm, aber es gibt einfach so viel mehr zu bedenken für alle, die in diesem Modezirkus involviert sind!Und die meisten Einzelhändler geben sich echt viel Mühe um ihre Kunden glücklich zu machen und haben es einfach nicht verdient von einigen Bloggerinnen so abgewatscht zu werden.

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      2. Hallo Petra, ich nehme dir überhaupt nichts krumm. Ich danke dir für deine konstruktive Kritik, die ich richtig und berechtig finde. Ich habe übrigens auch mal eine Abteilung geleitet und den Einkauf gemacht. Es ging zwar „nur“ um Reitsport aber auch hier musste ich die Grätsche zwischen den Bedürfnissen der Kunden finden, meinem eigenen Geschmack und dem was die Firma mir vorgegeben hat. Die Zeit hat mich übrigens geprägt und ich wollte mich danach nicht mehr mit einem eigenen Laden selbständig machen, von dem ich davor lange geträumt hatte 😉 Du siehst ich bin mir im Klaren darüber, welch enorme Verantwortung Selbstständigkeit bedeutet und bewundere Menschen die das trotzdem tun und das sogar erfolgreich.
        Was die Curvy betrifft gebe ich dir Recht. Ich hoffe das ist in meinen Postings deutlich geworden? Ich will Mode sehen, mich nicht durch 10 Hallen kämpfen müssen und ich will offene Stände die man gut besuchen kann. All das war gegeben und dafür bin ich Dankbar! Was deine Gedanken zur Mode betrifft glaube ich nicht an „nur“ eine Wahrheit. Klar sind die Deutschen von je her etwas gediegener und spießiger. Aber die Frage ist, ob das so bleiben muss? Ist die Frau zufrieden mit ihrer Form der Mode ist das für mich kein Thema. Aber genau das bezweifele ich ein wenig. Ich erinnere mich an so viele Kundinnen (auch die schlanken) die sich selber Stilmäßig einfach nicht gefunden hatten. Die dachten, ihnen stünde dieses oder jenes nicht oder sie könnten das nicht tragen und haben es gar nicht erst versucht. Ein paar davon waren froh als ich sie einfach mal „übergeredet“ hatte und sind glücklich mit ihrem neuen Highlight aus dem Laden gegangen. Andere wollten nur das Alt bekannte. Die hatten dann halt 10 Hemden in jeder denkbaren Grau Schatierungen im Schrank. Möglicherweise hast du Recht und ich beurteile das zu sehr aus meiner Blase heraus. Ich glaube trotzdem, das Mut etwas ist das erlernbar ist. Ich bin den anderen Bloggermädels nach wie vor Dankbar, dass sie mich auf diesen Weg geführt haben.
        Davon will ich etwas weiter geben. Vielleicht ist es auch eine Form meinem alten Job treu zu bleiben? 😉 Sei es drum, es macht mir Spaß!
        Sei mir Bitte nicht böse, das ich nicht weiter auf das Thema „China Ware“ eingehe. Das sprengt den Rahmen und ich fürchte das ist eine Fass ohne Boden Thematik. Ich habe eine sehr ökologisch denkende Schwester, die mich bereits damit ständig konfrontiert. Ich bin müde, mich dafür zu Rechtfertigen, das ich die Welt nicht retten kann.Es und nun einmal so, dass Fair produzierte modische Ware in meiner Größe entweder schwer bezahlbar und vor allem kaum zu bekommen ist. Solltest du einen Tipp für mich habe, greife ich den Dankbar auf!
        Ich wünsche dir und deinen Kunden wirklich das beste und ich bin mir sicher, dass du zu denen gehörst die ihre Unternehmung mit Herzblut betreiben. Ich wollte mit meiner Ausführung keineswegs die Leistung des lokalen Einzelhandels schmälern.

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  3. Schöner Bericht und vieles daran erinnert mich an die Erfahrungen die ich im letzten Jahr auf der Messe gemacht habe. Ich muss jetzt aber auch mal sagen das diese ständigen „Kurvenmessages“ mich etwas nerven, vor allem wenn sie noch wie oben teilweise von Models kommen die nicht mal wirklich Plus Size aussehen. Was die Kollektionsauswahl ausmacht da sind wir leider Ländern wie Amerika und England hinterher aber auch hier wird irgendwann der Mut größer werden. Im Gegenzug halten echt alle Blogger immer wieder die selben Keypieces in die Kamera, wo ist denn hier dann die Vielfalt und die vielgepriesene Authentizität wenn wir doch alle im „Einheitslook“ rumlaufen? Viele Grüße von einer Bloggerin die selbst weit hinter den Bloggern der zweiten Klasse hertrottet 😉

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    1. Liebe Nadine, ich freue mich sehr über dein Kommentar. Du triffst hier den Nagel auf den Kopf. Darum habe ich auch bewusst auf diese Bilder verzichtet, weil es mich selber langweilt. Wenn wir etwas besser Netzwerken würden, dann könnte man die Leser doch auch viel besser abholen. Man macht eine Blogparade daraus, jede die mitmacht stellt eine Firma vor. So was in der Art. Das würde neue Leser generieren und Langeweile verhindern. Was die Parolen betrifft bin ich noch nicht übersättigt. Ich glaube man muss Laut und unangenehm oft das selbe raus hauen, will man etwas bewegen. Das nervt natürlich die, die es bereits begriffen haben 😉 Ich fand das mit den Models übrigens gar nicht so schlimm. Es waren nämlich durch aus vielfältige Körper dabei. Die eine hatte viel Brust und dünne Beine, die nächste ne Kiste und war oben rum schmal und wieder eine war ne 48, der man das aber nicht ansah, weil es sich so gut verteilte 😉 Tja und das es in Übersee modisch gesehen schon kalter Kaffee ist, was hier nächste Woche auf den Laufsteg kommt ist tragisch. Da müssen wir deutschen Plus Size Mädels wohl noch deutlich mehr trommeln um eine Änderung des modischen Bewusstseins zu erreichen. Ich trotte dann mal mit dir weiter 😉

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  4. Ich kann viele deiner Gedanken nachvollziehen, allerdings muss ich dem einen oder anderen widersprechen. Z.B. dass du dich beschwerst, dass jeden Tag die gleichen Klamotten auf dem Laufsteg gezeigt wurden. Man muss immer im Hinterkopf behalten, dass die „Curvy“ eine Messe für Einkäufer ist und nicht für Blogger! Einkäufer sind sicherlich nicht volle drei Tage auf der Messe und um ihnen die Klamotten auf dem Laufsteg präsentieren zu können, werden die Shows eben wiederholt. Was mich persönlich auch keinesfalls stört, denn dann kann ich Styles, die ich im laufe der drei Tage auf den Kleiderstangen gesehen hab, mir noch mal an einem Model ansehen. Bei der ersten Show nimmt man das vielleicht noch nicht so wahr.
    Und das Ding mit der Vernetzung der Blogger, die dann über eine Firma schreiben, sehe ich auch zwiegespalten, denn du sagst ja auch, dass viele Firmen noch weit hinterher hängen und im Grunde gibt es nicht viele Firmen, die mich persönlich ansprechen. Für mich waren nur 3-5 Firmen auf der Curvy ansprechend. Viele bieten noch „Omamode“ an. Wer will als Blogger schon über sowas schreiben? Und das alle Blogger die gleichen Key-Pieces posten ist schon traurig, ja, aber das zeigt auch, dass die Firmen noch sehr, sehr viel nachholbedarf haben! Das sollte den Firmen zu denken geben und nicht den Bloggern! Verstehe aber auch, dass jeder Blogger diese Key-Pieces auch auf seinem Blog zeigen will, denn nicht jeder hat exakt die gleichen Follower. Finde es also vollkommen okay.
    Zu der Location kann ich nur sagen, dass sie mir im Sommer so viel besser gefallen hat. Dieses mal war es so groß, dass es den Anschein gemacht hat, als wäre nichts los. Es war keine „Fashionhektik“ vorhanden. Kann es nicht genau beschreiben. Es war einfach ein langweiliges Feeling! Vielleicht hat sich auf dem großen Areal einfach alles sehr gut verteilt, oder es war wirklich sehr wenig los, durch die Abgeschiedenheit der Location.
    Und zu manchen Firmen, die Blogger nicht beachten: Mach dir nix draus! 🙂 Wie sie mit ihrer Mode hinterherhinken, so hinken sie auch bei ihrem Marketing/PR hinterher.

    Ich hoffe wir haben beim nächsten Mal auch Zeit uns mal zu unterhalten 🙂

    Liebste Grüße

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    1. Guten Morgen Stephanie, ich freue mich sehr über deinen Kommentar. Mir ist Bewusst, dass die Messe in erster Linie für Einkäufer ist. Ich komme ja aus dem Bereich. Daher weis ich auch, das die meisten Einkäufer ihren Messe Besuch sehr gut planen. Sie haben in der Regel „ihre“ Firmen die sie besuchen und lassen sich dort am Stand beraten. Dann sind sie auch schon wieder weg. Die meisten Einkäufer ordern doch auch eher in den jeweiligen Showrooms der Firmen in Ruhe und mit Zeit.
      Die Runway Shows sind also eher ein nettes Showfenster. Warum sollte man das nicht etwas abwechslungsreicher gestalten? Jeder kann dann gucken wann die eigene Lieblingsfirma auf dem Laufsteg unterwegs ist. Die Kollektionen sind auch groß genug um die Outfits wenigstens mal zu tauschen.
      Wenn ich es richtig verstanden habe, war Montag die Curvy gut besucht und es war voll?! Ich kann das nicht beurteilen, weil ich nicht da war. Am Dienstag und Mittwoch war dann schon die Luft raus. Warum? Aus meiner Warte lag es auch daran, dass die beliebten Firmen bereits am Montag ihre Leute eingeladen hatten. Damit war das Pulver wohl verschossen. Viele Besucher planen nur einen Tag. Hätte es da geschadet für die anderen das Rahmenprogramm etwas vielfältiger zu gestalten? Ich glaube nicht, denn bei der nächsten Messe plane ich vielleicht auch nur einen Tag ein, weil mir nichts anderes geboten wird. Wieder ein Besucher mehr, der weg bleibt und zu dem Eindruck beiträgt, es sei nichts los.
      Auf der anderen Seite will ich auch mal die Kirche im Dorf lassen. Wie du selber schreibst, es ist eigentlich eine Order Messe und kein Jahrmarkt. Wer ist für was verantwortlich und wie verbindet man so unterschiedliche Interessen? Möglicherweise sollten Firmen und Messe sich einfach besser abstimmen und einen Bloggertag planen? Schon alleine damit gut gemeinte Events nicht so traurig floppen, wie am letzten Tag.
      Ich kann verstehen, das jeder zeigen willl, was ihm am besten gefallen hat. Das ist völlig normal. Die Chancen so neue Leser zu generieren und einen möglichst vielschichtigen Eindruck zu zeigen, bleibt dabei aber nun einmal auf der Strecke. Jeder muss für sich selber entscheiden ob er nur für sich „arbeitet“ oder ob er Bock auf Vernetzung als Chance hat. Ich gehöre zu letzterer Kategorie und freue mich über neue Kontakte, und die Möglichkeit sich gegenseitig zu unterstützen. Selbst wenn jemand eine andere Meinung hat ist das doch die Chance, den eigenen Blickwinkel zu verändern. Darum freue ich mich auch sehr über deine Meinung und Hoffe sehr das wir beim nächsten Mal tatsächlich die Zeit finden werden uns kennen zu lernen. LG

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  5. Hallo Christina, vielen Dank für Deine Antwort und dass Du Dir die Zeit genommen hast ausführlich zu antworten. Als ich vor 15 Jahren meinen Laden eröffnete, war ich eine echte Exotin mit all den dänischen und holländischen Labels. Tolle Sachen, aber die Meisten trauten sich nicht, doch die, die sich trauten, sind mir 15 Jahre treu geblieben 🙂 Ich werde Deinen Blogg weiter verfolgen! 🙂

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    1. Darüber freue ich mich und ich danke dir für deinen Input. Das hatte ich mir nämlich erhofft. Viel Austausch und viele unterschiedliche Meinungen. Das macht die Welt Bunt. Magst du mir mal einen Link schicken, wo man dich finden kann? LG Christina

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